Nacktprotest: Darum zieht dieser junge Politiker blank

Nackt im Amtsblatt: Stadtrat Julien Ferrat.
Nackt im Amtsblatt: Stadtrat Julien Ferrat.  © Julien Ferrat

Mannheim - Nackt-Protest in der Mannheimer Lokalpolitik! Stadtrat Julien Ferrat (Familienpartei) ist der Doppelhaushalt ein Dorn im Auge - darum zog er im Amtsblatt der Stadt blank.

Wie Ferrat in einer Pressemeldung mitteilt, posierte er nackig, um die Bürger Mannheims auf die Etatberatungen aufmerksam zu machen. Auf dem Foto hält er sich ein Schild vor den Schambereich. Darauf in dicken Buchstaben zu lesen: "Nein zum Haushalt".

Die Stadt müsse endlich verantwortungsbewusst mit Steuergeldern umgehen, so der 26-Jährige in der Mitteilung. Der vorgestellte Plan für den Doppelhaushalt 2018/19 gehe an zu vielen Stellen an den Bedürfnissen der Bürger vorbei, darum könne man nur nein dazu sagen.

Insbesondere Millionenbeträge von Stadt und Land für das Nationaltheater Mannheim erzürnen den einzigen Vertreter der Familienpartei im Gemeinderat. "In den letzten zehn Jahren floss rund eine halbe Milliarde in die Subventionierung vom Nationaltheater Mannheim. Dies ist mit Sinn und Verstand nicht zu rechtfertigen", zitiert die Mitteilung den jungen Politiker. Seine Forderung: Die Stadt müsse sich "von diesem Fass ohne Boden endlich trennen", indem das Theater privatisiert oder Spielbetrieb eingestellt werde.

Ferrat fällt nicht zum ersten Mal durch für viele Politiker eher ungewöhnliche Aktionen auf. So kritisierte er im Sommer dieses Jahres im Rap-Song "Rathaus, Nutten, Gang Bang" die Einführung einer Vergnügungssteuer sexueller Art (TAG24 berichtete).


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