Maradona weint! Fan-Extase und Platzsturm bei Vorstellung

La Plata - Er ist das Idol einer ganzen Nation. Diego Armando Maradona wird in Argentinien wie ein Gott verehrt. Nun tritt er seinen Trainer-Job bei Gimnasia y Esgrima La Plata in der ersten argentinischen Liga an. Bei seiner Vorstellung herrscht im Stadion absoluter Ausnahmezustand.

Maradona mit bester Laune im Golfcart. In diesem Stadioen sollen demnächst wieder mehr Pznkte eingefahren werden.
Maradona mit bester Laune im Golfcart. In diesem Stadioen sollen demnächst wieder mehr Pznkte eingefahren werden.  © Marcos Brindicci/AP/dpa

Seine letzte Station beim mexikanischen Zweitligisten Dorados de Sinaloa, endete im Juni diesen Jahres nach gerade einmal neun Monaten - aus gesundheitlichen Gründen. Nun eine neue Herausforderung für Diego Maradona in seinem Heimatland.

Bei der Vorstellung des 58-Jährigen kamen 26.000 Zuschauer und bereiteten ihm einen warmen und vor allem lauten Empfang. Voller Hingabe jubelten ihm die Fans des abstiegsbedrohten Clubs zu, hoffen auf die "Hand Gottes" in einer für den Verein schwierigen sportlichen Situation.

Maradona wurde in einem Golfcart in den Mittelkreis gefahren, winkte von da aus den Anhängern zu und sprach anschließend zu ihnen. Gemeinsam mit seinem Staff und dem Team präsentierte er sich den ihn frenetisch feiernden Fans.

Vereinzelt gelang es sogar Zuschauern auf den Platz zu kommen und ihr Idol zu berühren und vor ihm niederzuknien, bevor sich vom Ordnungspersonal wieder vom Platz geführt wurden.

Maradona vom Empfang der Fans überwältigt

Irre Kulisse. Maradona mit seinem Team auf dem Platz vor der jubelnden Menge.
Irre Kulisse. Maradona mit seinem Team auf dem Platz vor der jubelnden Menge.  © Marcos Brindicci/AP/dpa

Die Fans feierten ihn indes mit Sprechchören, unter anderen mit dem Schlachtruf "Wer nicht hüpft, ist Engländer", eine Spitze gegen die Three Lions, denen er mit seinem berühmten Tor per Hand im Viertelfinale der WM 1986 das Weiterkommen ins Halbfinale kostete und den Sieg der Argentinier in diesem Turnier mit ebnete.

Maradona hüpfte und sang mit, hatte zwischenzeitlich mit den Tränen zu kämpfen, versicherte: "Ich konnte es nicht glauben, als ich das alles sah".

Auffällig bei seinem Auftritt: Der vierfache Fußballer des Jahres hat etwas mit seinem Gewicht zu kämpfen, erholt sich darüber hinaus auch von einem erst kürzlich durchgeführten Eingriff am Knie. Das Laufen fiel ihm merklich schwer.

Viele sehen Maradona bis heute als den wohl besten Fußballer aller Zeiten. In Argentinien gilt er als Nationalheld. Nun liegt es an dem ehemaligen argentinischen Nationalcoach, ob er seinem neuen Klub neues Leben einhauchen kann im Kampf um den Abstieg.

Seit 5. September ist der gleichnamige Dokumentarfilm über den 58-Jährigen in den deutschen Kinos.

Auch beim öffentlichen Training im Anschluss warf er den Zuschauern noch Küsse zu, konnte die überwältigende Stimmung kaum fassen.
Auch beim öffentlichen Training im Anschluss warf er den Zuschauern noch Küsse zu, konnte die überwältigende Stimmung kaum fassen.  © Marcos Brindicci/AP/dpa

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