Wanderer schickt verzweifelte Nachricht aus den Bergen, jede Hilfe kommt für ihn zu spät

Marbella - Tragisches Unglück in der südspanischen Küstenstadt Marbella. Während einer Wanderung in den Bergen fiel ein 62-jähriger Tourist offenbar so unglücklich hin, dass seine Rucksackgurte an einem Felsvorsprung hängen blieben und er daran erstickte.

Ein Blick auf die Berglandschaft hinter dem Küstenort Marbella an der Costa del Sol.
Ein Blick auf die Berglandschaft hinter dem Küstenort Marbella an der Costa del Sol.  © conssuella/123RF

Der britische Wanderer, dessen Name nicht bekanntgegeben wurde, wollte laut Bericht des "Mirror" am Samstag eine ausgiebige Wanderung in Marbella an der Costa del Sol in der Region Andalusien machen.

Als er sich in die Berge wagte, geschah das furchtbare Unglück. Der Urlauber stolperte und verlor das Gleichgewicht. Als er stürzte, verhedderten sich die Gurte seines Rucksacks wahrscheinlich an einem Felsvorsprung.

Bei dem Fall oder dem anschließenden Versuch, sich zu befreien, müssen sich die Riemen so um seinen Hals gewickelt haben, dass er daran erstickte. Das vermuten zumindest die polizeilichen Ermittler.

Der Mann konnte noch eine WhatsApp-Nachricht an seine Familie in der Heimat senden. Diese kontaktierte die britische Polizei, die wiederum die spanische Polizei über Konsularbeamte in Malaga alarmierte.

Die Suche, an der Beamte der Zivilgarde in Ojen bei Marbella sowie Feuerwehrleute teilnahmen, musste am späten Samstagabend wegen Lichtmangels eingestellt werden.

Am Sonntagmorgen fand man schließlich mit einem Polizeihubschrauber die Unglücksstelle. Für den Wanderer kam leider jede Hilfe zu spät.

Ein örtlicher Untersuchungsrichter wurde mit einer Routineuntersuchung der Tragödie beauftragt. Ob die Erstickungs-Theorie der Polizisten wahr ist, wird nur eine Obduktion der Leiche bestätigen können.

Der Gipfel des Berges, den der Brite offenbar erreichen wollte, heißt La Concha. Er liegt knapp 400 Meter über dem Meeresspiegel und bietet an klaren Tagen einen Blick auf die Costa del Sol sowie Gibraltar und Marokko.

Es ist unklar, ob der 62-Jährige für den Aufstieg ausreichend vorbereitet war oder nicht. Ebenso wird noch untersucht, ob er sich vor seinem Sturz womöglich verlaufen haben oder gar die hohen Sommertemperaturen unterschätzt haben könnte.

Verfing sich der britische Wanderer in den Trageriemen seines Rucksacks? (Symbolbild)
Verfing sich der britische Wanderer in den Trageriemen seines Rucksacks? (Symbolbild)  © burnel1/123RF

Titelfoto: conssuella/123RF

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