Er verschaffte dem Münchner Amokläufer die Waffen: Elf Jahre Haft gefordert

Unter anderem wird dem Angeklagten fahrlässig Tötung vorgeworfen.
Unter anderem wird dem Angeklagten fahrlässig Tötung vorgeworfen.  © DPA

Marburg/München - Im Prozess gegen den Waffenbeschaffer des Münchner Amokläufers hat ein Vertreter der Nebenklage eine Haftstrafe von mindestens elf Jahren gefordert.

Dem 33-jährigen Philipp K. aus Marburg werden unter anderem illegaler Waffenhandel, fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen.

Er habe nach dem Motto gehandelt: "Was kümmert mich das Leid der anderen - Hauptsache, der Umsatz stimmt", sagte der Rechtsanwalt eines der Opfer am Montag vor dem Landgericht München I.

Die Staatsanwaltschaft hatte bereits am vergangenen Mittwoch plädiert und eine Haftstrafe von sieben Jahren und zwei Monaten gefordert.

Der Angeklagte hatte zu Prozessbeginn zugegeben, dass er die Schusswaffe verkauft hatte, mit der der 18-jährige David S. am 22. Juli 2016 am Münchner Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen und sich selbst tötete.

Mehr als 15 Rechtsanwälte vertreten rund 25 Angehörige der Opfer in dem Prozess. Ein Urteil wird erst in den nächsten Tagen Verhandlungstagen erwartet.


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