Schalke-Anhänger prügeln BVB-Fan auf Kirmes fast tot: Urteil gesprochen

Marburg - Nach einer lebensgefährlichen Attacke auf einen Anhänger eines rivalisierenden Vereins sind zwei Fußballfans zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Der in einem ersten Verfahren verhängte Urteil wegen Mordversuch wurde damit nicht bestätigt.

Das Opfer hatte bei der Schlägerei auf dem Volksfest schwere Kopfverletzungen und bleibende Schäden erlitten (Symbolbild).
Das Opfer hatte bei der Schlägerei auf dem Volksfest schwere Kopfverletzungen und bleibende Schäden erlitten (Symbolbild).  © Bild-Montage: 123rf/nazdravie, dpa

Das Landgericht Marburg verhängte Jugendstrafen von drei Jahren und neun Monaten beziehungsweise drei Jahren und sechs Monaten, wie ein Sprecher mitteilte.

Die jungen Männer haben demnach einen damals 22-Jährigen im Juli 2017 bei einem Volksfest im mittelhessischen Gladenbach (Kreis Marburg-Biedenkopf) geschlagen und getreten.

Die beiden 22 Jahre alten Männer sind Schalke-Fans, das Opfer Anhänger von Borussia Dortmund.

Der junge Mann erlitt schwere Kopfverletzungen und bleibende Schäden.

Die Haftbefehle gegen die Angeklagten wurden nach dem Urteil am Dienstag aufgehoben, wie der Gerichtssprecher berichtete. Sie haben einen Großteil ihrer Strafe bereits verbüßt.

Schuldig gesprochen wurden sie der gefährlichen und schweren Körperverletzung, von einem Tötungsvorsatz ging die Kammer nicht aus.

Es handelte sich um einen Revisions-Prozess, sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung waren gegen ein erstes Urteil von Anfang 2018 vorgegangen.

Im ersten Verfahren waren die Angeklagten zu jeweils viereinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt worden - wegen versuchten Mordes, schwerer sowie gefährlicher Körperverletzung. Der Bundesgerichtshof (BGH) sah Mängel in der Urteils-Begründung und ordnete eine erneute Verhandlung an.

Das Landgericht Marburg musste sich erneut mit dem Fall befassen, nachdem Anklage und Verteidigung gegen ein erstens Urteil von Anfang 2018 vorgegangen waren.
Das Landgericht Marburg musste sich erneut mit dem Fall befassen, nachdem Anklage und Verteidigung gegen ein erstens Urteil von Anfang 2018 vorgegangen waren.  © DPA

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