Nur wegen Geld zu Doping-Team gegangen? Ex-Radprofi greift Marcel Kittel an

Erfurt - Für Marcel Kittel läuft es privat super, mit seiner Freundin erwartet er in noch in diesem Jahr sein erstes Kind - sportlich hingegen steht der deutsche Radprofi vor neuen Herausforderungen.

Marcel Kittel versucht sich derzeit aus einem Formtief zu kämpfen.
Marcel Kittel versucht sich derzeit aus einem Formtief zu kämpfen.  © DPA

Nach enttäuschenden Leistungen und einem großen Formtief hatte Kittel vor wenigen Monaten seinen Vertrag mit dem Rad-Team Katuscha vorzeitig beendet, dass er überhaupt zu dem Team gewechselt ist, kritisiert nun ein ehemaliger deutscher Radprofi.

Jörg Jaksche äußerte sich in einem Gespräch mit dem MDR verärgert über Kittels Wechsel zu dem Team.

Sein Wechsel habe keine sportlichen, sondern nur finanzielle Gründe gehabt, besonders, wenn man bedenke, dass im Katuscha-Team viele Fahrer und Verantwortliche, die aus Hochdoping-Zeiten kämen, am Aufbau beteiligt gewesen wären.

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Auch gegen den deutschen Radsport erhebt er weiter große Doping-Vorwürfe, ist sich sicher, dass der Sport nach wie vor dopingverseucht ist. Athleten würde noch immer zu verbotenen Mitteln greifen, weil es so gewollt und erwartet werden.

Jaschke spricht aus Erfahrung: Er wurde selber 2006 des Dopings überführt und legte ein Jahr danach ein breites Geständnis ab. 2008 beendete er seine Karriere, versuchte noch zweimal ein Comeback, dass aber am Ende nie Zustande kam.

Titelfoto: DPA

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