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Maria aus Nicaragua fand hier ihr Glück

Dresden - Dresden war schon immer eine weltoffene Stadt. In unserer neuen Serie „Willkommen in Dresden“, unterstützt von der GAGFAH, stellen wir euch jeden Mittwoch Dresdner vor. Diesmal: Familienmutter Maria, die lateinamerikanisches Flair nach Dresden bringt.

Dresden war schon immer weltoffen. Ob der italienische Baumeister um 1700, der schwäbische Beamte 1990 oder die chinesische Studentin 2011. Sie alle kamen, um zu bleiben. Und alle eint das Gefühl: „Wir sind Bürger dieser Stadt!“ Mit ihnen beschäftigt sich unsere neue Serie „Willkommen in Dresden“ – eine Aktion von MOPO24 und der GAGFAH.

Diesmal: Familienmutter Maria, die lateinamerikanisches Flair nach Dresden bringt.

Caramba! Maria macht die Neustadt bunt

Auf den geformten Grundkörper klebt Maria viele Streifen mit gefranstem Seidenpapier. Der Frosch ist schon fast fertig.
Auf den geformten Grundkörper klebt Maria viele Streifen mit gefranstem Seidenpapier. Der Frosch ist schon fast fertig.

Von Katrin Koch

Dresden - Marias dunkle Augen funkeln vor Temperament. Der begnadeten Köchin und Mutter zweier (fast) erwachsener Kinder sprudeln die Worte nur so von den Lippen.

Gern erzählt Maria Luisa Tapia de Kordt (48) aus Nicaragua ihre „Dresden-Geschichte“, während sie mit einer kleinen Schere Fransen in Seidenpapier schneidet - für eine bunte Piñata, eine alte Tradition aus ihrer lateinamerikanischen Heimat.

Maria ist nicht nur in der Neustadt für ihre Kunstwerke aus Papier berühmt. Vögel, Schildkröten, Fledermäuse, Meerjungfrauen bevölkern ihren lateinamerikanischen Laden „El mercadito“ auf dem Bischofsweg, den sie vor zwölf Jahren eröffnete.

Die Figuren formt Maria aus Pappmaschee und beklebt sie mit bunten Papierfransen. „Das Innere der Piñatas wird traditionell mit Süßigkeiten gefüllt“, erklärt Maria.

Im Alaunpark fotografiert Maria, schreibt bei schönem Wetter auf der Parkbank Geschichten und trifft sich alljährlich mit Freunden am 1. Mai zum Picknick.
Im Alaunpark fotografiert Maria, schreibt bei schönem Wetter auf der Parkbank Geschichten und trifft sich alljährlich mit Freunden am 1. Mai zum Picknick.

„Die Figuren werden an einen Ast gehängt und mit einem Stock zerschlagen. Dann regnet es Bonbons und Schokolade.“ Ein Brauch, den Maria mit nach Dresden gebracht hat.

„1990 kam ich aus Nicaragua in die gerade noch existierende DDR, um Berufspädagogik für Maschinenbau zu studieren.“ Sie blieb aus Liebe zum ungarisch-deutschen Programmierer Tamás (45).

Seit 20 Jahren ist das Paar verheiratet. Das Jawort gaben sich beide in der Goetheallee. Fast so jung wie ihre Ehe sind die Kinder. Tochter Sofia (18) studiert an der TU Dresden. Alexis (15,) der Deutsche Fechtmeister, kämpft sich zum Abitur.

Maria arbeitet nicht nur in der Neustadt. „Ich kenne unglaublich viele Leute im Viertel“, erzählt Maria. Sie grüßt die Blumenfrau von gegenüber, winkt der Argentinierin Mercedes zu, die eine Schokolaterie betreibt.

Das Einschneiden und Aufkleben des Papiers erfordert viel Geduld.
Das Einschneiden und Aufkleben des Papiers erfordert viel Geduld.

Trinkt Maria irgendwo einen Kaffee, kommt garantiert ein Bekannter vorbei. „Ich habe mich im Ausländerrat engagiert, im Frauentreff und in der Baby-Krabbelgruppe. Da habe ich Menschen aus aller Welt getroffen. Kam mit ihren Sorgen, Nöten, aber auch Freuden in Berührung.“

Und einmal im Jahr kocht Maria lateinamerikanische Köstlichkeiten für eine internationale Kinderweihnachtsfeier im Jugendhaus Insel.

Die Neustadt ist Marias Zuhause. „Wegen der Nähe zum sprachorientierten Romain-Rolland-Gymnasium haben wir uns dafür entschieden“, erzählt Maria.

„Zu Hause sprechen wir Spanisch“, erklärt Maria ihren Multi-Kulti-Alltag. „Ich verstehe zwar Ungarisch, wie unsere Kinder auch, aber die Sprache beherrsche ich nicht wirklich. Ungarisch ist sehr schwer.“

Sofia und Alexis sind in fünf Sprachen unterwegs - in der Heimat von Maria, in Nicaragua, waren sie nur ein Mal. „Ich war mit meinem Mann und den Kindern 2001 das letzte Mal dort“, gesteht Maria.

„Die Flüge sind so teuer. Aller drei Tage skype ich mit meiner Mutter und meiner Großmutter. Ich vermisse sie, wie die Sonne und das Meer. Aber Dresden ist meine neue Heimat geworden.“

„Wegen PEGIDA sorgt sich meine Familie um uns“

Lebensfreude pur: Maria (47) zeigt ihre kunstvollen Pinatas aus Pappmaschee und Seidenpapier.
Lebensfreude pur: Maria (47) zeigt ihre kunstvollen Pinatas aus Pappmaschee und Seidenpapier.

„Seit November und den Demonstrationen von PEGIDA in Dresden ist die Stimmung komisch geworden. Die Diskussionen über Asyl und Ausländer machen mich traurig“, sagt Maria.

„Viele meiner Freunde fühlen sich nicht willkommen, wurden auch schon beschimpft und geschubst. Auch ich wurde auf der Straße mit ,Salafisten raus aus Deutschland‘ beschimpft.

Leider kann ich nicht ständig ein Plakat herumtragen, wo draufsteht: Ich bin kein Terrorist, bin ein Mensch aus Fleisch und Blut wie du.

Man fühlt unterschwellig eine Angst, die es vorher nicht gab. Man ist bedrückt. Meine Familie macht sich Sorgen, ob es uns in Dresden gut geht.“

Maria schweigt einen Moment, schüttelt verständnislos den Kopf. Dann sagt sie: „Dabei finde ich Dresden so schön. Hier ist meine Familie, hier habe ich Freunde. Hier will ich bleiben.“

Zum Picknick im Alaunpark mit Freunden aus aller Welt

Im Alaunpark trifft sich Maria alljährlich mit Freunden am 1. Mai zum Picknick.
Im Alaunpark trifft sich Maria alljährlich mit Freunden am 1. Mai zum Picknick.

Einmal im Jahr trifft sich Marias Familie mit Freunden zu einem großen Picknick im Alaunpark - „am 1. Mai unter unserem Lieblingsbaum, ab 11 Uhr“.

Dieser Termin steht wie ein Festtag im Kalender. „Mittlerweile sind wir 30 Leute - aus Afrika, Kuba, Deutschland, Nicaragua, der Dominikanischen Republik. Jeder bringt etwas zu essen mit. Wer nicht kochen kann, kümmert sich um Getränke. Ich fülle natürlich eine Pinata.“

Ein Heidenspaß (nicht nur) für Kinder. Zwei Spiele sind am 1. Mai beim Picknick Pflicht: „Beim ersten müssen bekannte Gemälde nachgestellt und erraten werden.“

Spiel Nr. 2: die Reise nach Jerusalem mit Kostümen. „Stoppt die Musik, muss aus einem Sack ein verrücktes Kleidungsstück herausgezogen werden. Zum Schluss machen wir von der kostümierten Gruppe ein Foto.“

Das „Martinez“ ist wie Urlaub in der alten Heimat

Im „Martinez“ treffen sich Maria (Mitte) und ihr Mann Tamás (45) gern mit Freunden.
Im „Martinez“ treffen sich Maria (Mitte) und ihr Mann Tamás (45) gern mit Freunden.

Kuba liegt im Hechtviertel - das „Martinez“ (Rudolf- Leonhard-Str. 31, Mo.-Sa. ab 18 Uhr, So. ab 15 Uhr) ist das absolute Lieblingslokal von Maria und ihrer Familie.

„Nicht nur wegen der guten karibischen Küche, sondern auch, weil es groß ist, unkompliziert und genügend Platz für Kinder hat.“

Wirt Luis Mariano Martinez eröffnete 2006 sein kubanisches Lokal. Er ist „berühmt“ dafür, dass er auch gern mit seinen Gästen Domino, Schach und Karten spielt.

„Während wir auf Empanadas, frittierte Kochbananen oder Hühnchen warten, können wir eine Runde Billard spielen“, schwärmt Maria.

„Und abends kann man auch Salsa tanzen“, strahlt Maria ihren Tamás an. Das „Martinez“ hat außerdem einen Raum für Familienfeiern bis zu 30 Personen.

Fotos: Carla Arnold

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