Vorbestrafter Reitlehrer belästigte Schülerin (13)

Marienberg/Chemnitz - Sie war erst 13 Jahre alt, als ihr 58-jähriger Reitlehrer versuchte, sie zu verführen! Andreas S. (61) wurde wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vom Amtsgericht Marienberg zu einem Jahr und drei Monaten Haft verurteilt. Er ging in Berufung und am Landgericht Chemnitz wurde gestern neu verhandelt.

Andreas S. (61, l.) musste sich gestern wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vor dem Chemnitzer Landgericht verantworten.
Andreas S. (61, l.) musste sich gestern wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vor dem Chemnitzer Landgericht verantworten.  © Sven Gleisberg

Es sind schwer zu ertragende Sätze, die vom Gericht verlesen werden.

Laut Anklage schrieb Andreas S. im Sommer 2016 der damals 13-jährigen Reitschülerin Celine R. im Facebook-Chat Sätze wie "Oh, mach mir nicht solchen Appetit, ich drehe doch wieder am Rad!" oder "Ich finde es schön, wenn Du ein bisschen geil bist".

Unfassbar: Der Reitlehrer war zu diesem Zeitpunkt schon einschlägig vorbestraft, durfte sich Kindern nicht nähern.

Bereits im Jahr 2012 hatte Andreas S. zwei Reitschülerinnen (beide 12) vom selben Reiterhof in seiner Wohnung, sie wollten ein Tanzvideo drehen.

Doch die Mädchen mussten sich Dildos zwischen die Beine stecken, und er schaute Pornos mit ihnen. Bei einer Wohnungsdurchsuchung fand die Polizei 1 867 Kinderpornos. Andreas S. kam zwei Jahre in den Knast.

Am Dienstag gestand der Angeklagte den Kontakt zu Celine: "Es tut mir alles leid, ich versuche, ein anderes Leben zu führen."

Dank Geständnis musste das Opfer nicht aussagen, der Richter urteilte milde und wandelte die Haftstrafe in drei Jahre Bewährung um. "Wir hoffen, dass Sie Ihr Leben in den Griff bekommen, anderenfalls wissen Sie ja, wo es wieder hingeht."

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Chemnitz:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0