Nach den schweren Herbststürmen: Noch lauert im Wald die Gefahr von oben

Revierleiter Stefan Voigt aus dem Forstbezirk Adorf nimmt einen sturmgebeutelten Waldabschnitt in Augenschein.
Revierleiter Stefan Voigt aus dem Forstbezirk Adorf nimmt einen sturmgebeutelten Waldabschnitt in Augenschein.

Marienberg - Mit Windspitzen von über 160 Stundenkilometern wütete Sturm Herwart Ende Oktober durch Sachsen und knickte in den Wäldern tausende Bäume um.

Die Schadensbilanz musste nun an einigen Orten noch einmal nach oben korrigiert werden. Und die Gefahren sind noch immer nicht entschärft.

An manchen Stellen sieht es noch immer so aus, als hätten Riesen Mikado gespielt. Über 670.000 Festmeter Holz gingen durch den Orkan zu Bruch.

Für die Forstbezirke Marienberg und Bärenstein wurden inzwischen größere Schäden registriert als zu Beginn.

„Unser Hauptschadgebiet ist aber Adorf im Vogtland“, sagt Reenke Coordes vom Sachsenforst. „Hier hat es einen ganzen Jahreseinschlag erwischt.“

Viel zu tun haben die Waldarbeiter momentan, vor allem mit entwurzelten Bäumen und herabgestürzten Ästen.
Viel zu tun haben die Waldarbeiter momentan, vor allem mit entwurzelten Bäumen und herabgestürzten Ästen.

Die Aufräumarbeiten in Sachsens Wäldern werden noch eine Weile dauern, einfach zu viel ging zu Bruch. Die meisten Wege sind inzwischen gesichert, doch abseits davon lauern noch Gefahren.

Coordes: „Es ist noch immer mit herabstürzenden Ästen zu rechnen. Erst recht, wenn die Schneelast hinzukommt.“ Der Blick nach oben ist öfter ratsam.

Deshalb wünschen sich die Waldarbeiter mit ihren schweren Maschinen am liebsten schneefreien Frost, um das Bruchholz möglichst schnell zu bergen.

Coordes: „Dieses geschädigte Holz ist eine ideale Brutstätte für den Borkenkäfer. Deshalb wollen wir bis zum Frühjahr so viel wie möglich rausholen.“


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