Am Wochenende wird's auf der Marienbrücke eng

Jetzt wird’s eng! In diesem Bereich ist die Brücke ab diesem Wochenende nur noch einspurig zu befahren.
Jetzt wird’s eng! In diesem Bereich ist die Brücke ab diesem Wochenende nur noch einspurig zu befahren.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Jetzt wird’s eng für Autofahrer: Die Auffahrt zur Marienbrücke in Richtung Altstadt wird über das Wochenende einspurig. Auch die Kurve bis auf die Brücke engen Bauarbeiter bis Montag ein.

Grund sind die vermehrten Unfälle, bei denen Pkw-Fahrer mehrfach in das Brückengeländer krachten. Abgestürzt ist bislang zum Glück niemand.

Zuletzt war am 22. Juni ein Auto in das Geländer geprallt. Die Mitarbeiter der Stadt mussten es provisorisch für 10.000 Euro reparieren.

Betonsperren und Drahtgitter ersetzen seitdem vorübergehend das Geländer. Das alte Geländer werde noch umfassend repariert, so die Stadtverwaltung.

Auch die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) schicken wegen Gleisbauarbeiten ihre Mitarbeiter auf die Brücke. Sämtliche Straßenbahnlinien (4,6,9,11) werden bis Montagfrüh umgeleitet, teilten die DVB mit.

Auch diese Baustelle sorgt am Wochenende für Verkehrs-Behinderungen an der Brücke.
Auch diese Baustelle sorgt am Wochenende für Verkehrs-Behinderungen an der Brücke.

Stau statt Unfall

Kommentar von Dirk Hein

Klar - wenn sich ab nächster Woche die Autos einspurig über die Marienbrücke quälen, wird jeder zweite Autofahrer über die Stadt schimpfen. Doch die Straße an dieser Stelle auf eine Spur zu verengen ist die richtige Entscheidung.

Wenn es an einer Stelle immer wieder kracht, wenn Tempobeschränkungen nicht eingehalten werden und die Strecke auch bei Regen als Mini-Autobahn missbraucht wird, muss die Stadt handeln.

Wahrscheinlich hätte mit etwas Aufwand auch ein Blitzer aufgestellt werden können. Doch dann wäre reflexartig die Wegelagerei der Stadtverwaltung kritisiert worden.

Nun heißt es stattdessen „Stau statt Unfall“. Doch das haben die Dresdner Autofahrern nicht der Stadt zu „verdanken“, sondern all den Autofahrern, die auf der Brücke regelmäßig im Gegenverkehr oder im Brückengeländer landeten.

Hätte Dresden nämlich nicht reagiert und den Unfallschwerpunkt beseitigt, wären spätesten beim nächsten schweren Unfall einige unangenehme Fragen gestellt worden.

Fotos: Uwe Schneider


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