Marina Garden: Stadt will Investorin Millionen zahlen

So sollte das Bauprojekt Marina Garden in der Nähe der Hafencity aussehen. Es wurde jedoch nie genehmigt.
So sollte das Bauprojekt Marina Garden in der Nähe der Hafencity aussehen. Es wurde jedoch nie genehmigt.  © PR/ Dresden Bau GmbH

Dresden - Weil ihr Bauprojekt "Marina Garden" wahrscheinlich zu Unrecht durch die Stadt nicht genehmigt wurde, kämpft Investorin Regine Töberich vor Gericht um Schadenersatz. Jetzt liegt ein millionenschweres Vergleichsangebot der Stadt auf dem Tisch.

Demnach will die Stadt Frau Töberich 3,5 Millionen Euro anbieten. Das Vergleichsangebot beinhaltet jedoch sowohl Schadensersatz als auch den Ankauf des Grundstückes.

Die Investorin hatte bereits im Juli ihr Vergleichsangebot gemacht und 16,6 Millionen Euro gefordert. 5,6 Millionen Euro will Frau Töberich für ihr Grundstück. Obendrauf kommen 11 Millionen Euro Schadenersatz plus Zinsen.

"Der Schaden ist nachweislich entstanden, dies haben wir dem Gericht auch unterstützt durch Fachgutachten dargelegt", so Frau Töberich, die das Angebot der Stadt ablehnen wird und nun auf ein Urteil besteht.

"Ich bedaure sehr, dass ein Urteil, von dem ich hoffe, dass es zu meinen Gunsten gesprochen wird, nicht dazu führen würde, dass die für den Schaden in zweistelliger Millionenhöhe verantwortlichen Stadträte der Fraktionen RRG persönlich zur Rechenschaft gezogen werden, sondern das die Steuerzahler hierfür bezahlen müssen", so die Investorin weiter.

Das strittige Verfahren am Dresdner Oberlandesgericht geht demnach weiter.

Mit einem Urteil dort ist nicht vor Ende des Jahres zu rechnen.

Kämpft vor Gericht um Schadenersatz: Investorin Regine Töberich.
Kämpft vor Gericht um Schadenersatz: Investorin Regine Töberich.  © Norbert Neumann
Zwischen Puschkin-Platz und Neustädter Hafen sollte Marina Garden verwirklicht werden.
Zwischen Puschkin-Platz und Neustädter Hafen sollte Marina Garden verwirklicht werden.  © Juergen-Michael Schulter

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