Große Übung: Angreifer bedroht Ostsee-Insel, Marine zieht 40 Kriegsschiffe zusammen

Rostock/Glücksburg - Rund 3000 Soldaten aus Nato- und EU-Staaten werden von Dienstag an zur jährlichen Marineübung "Northern Coasts" in der Ostsee erwartet.

Die Korvette "Oldenburg" liegt mit anderen Kriegsschiffen im Hafen. (Archivbild)
Die Korvette "Oldenburg" liegt mit anderen Kriegsschiffen im Hafen. (Archivbild)  © dpa/Bernd Wüstneck

Mit 1300 Soldaten stelle die Bundeswehr das größte Kontingent und habe auch die Leitung der Übung inne, teilte das Marinekommando in Rostock am Donnerstag mit.

Geübt werden soll bis zum 18. September in der westlichen Ostsee zwischen Kiel und Bornholm.

In dem Übungsszenario erhebt ein Ostsee-Anrainer Anspruch auf eine der Inseln in der westlichen Ostsee und bedroht damit die Seewege - die Lebensader vieler Bündnispartner, sagt Flottillenadmiral Stephan Haisch.

Der 52-Jährige wird das Kommando über die Soldaten aus 18 Nationen haben. Gesteuert wird die Übung aus der Marineoperationszentrale in Glücksburg (Schleswig-Holstein).

Ausgestattet mit einem fiktiven UN-Mandat sollen die 40 Schiffe und ihre Besatzungen die Verteidigung auf dem Meer üben.

"Die Ostsee ist aufgrund der Geografie mit vielen Meerengen und Inseln sowie geringen Wassertiefen ein besonders anspruchsvolles Operationsgebiet", sagte Haisch.

Die Deutsche Marine soll mit acht Schiffen und einem Seeaufklärungsflugzeug an "Northern Coasts" teilnehmen: dem Einsatzgruppenversorger "Bonn", der Fregatte "Lübeck", der Korvette "Oldenburg", dem U-Boot "U31", dem Tender "Donau", den Minenjagdbooten "Weilheim" und "Dillingen" sowie dem Minentauchereinsatzboot "Rottweil".

Auch das U-Boot U31 (vorne) ist bei dem Manöver dabei. (Archivbild)
Auch das U-Boot U31 (vorne) ist bei dem Manöver dabei. (Archivbild)  © dpa/Wulf Pfeiffer

Titelfoto: dpa/Bernd Wüstneck


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