"Wie ein toter Frosch": Baslers volle Breitseite gegen Mesut Özil

Köln - Nach der Auftaktniederlage gegen Mexiko bei der Fußball-WM hat Alt-Europameister Mario Basler für sich den Hauptschuldigen ausgemacht: Mesut Özil.

Mario Basler redete sich bei "hart aber fair" ordentlich in Rage.
Mario Basler redete sich bei "hart aber fair" ordentlich in Rage.  © WDR/Dirk Borm

In der Ausgabe von Frank Plasbergs Talkshow "hart aber fair" am Montagabend (18. Juni) nahm der Pfälzer dabei wie gewohnt kein Blatt vor den Mund.

Nach den schwachen Testspielen und dem Eklat um den gemeinsamen Auftritt von Özil und İlkay Gündoğan mit dem türkischen Präsidenten Erdoğan sei die Niederlage keine Überraschung für ihn gewesen, sagte Basler.

Fünf bis sechs "Totalausfälle" hätten für Deutschland gegen Mexiko auf dem Platz gestanden. Besonders heftig kritisierte der 30-fache ehemalige Nationalspieler aber den Mann mit der Nummer zehn.

"Özils Körpersprache ist die von einem toten Frosch", ätzte Basler mit roten Kopf. "Wie er beim Tor verteidigt hat: Das ist erbärmlich. Da hätte er auch den Ball nehmen und sagen können: Schieß' ihn doch einfach rein!"

Auch der Rest der Mannschaft wird von Basler abgewatscht

Ein enttäuschter Mesut Özil nach der Auftaktniederlage gegen Mexiko bei der Fußball-WM in Russland.
Ein enttäuschter Mesut Özil nach der Auftaktniederlage gegen Mexiko bei der Fußball-WM in Russland.  © DPA

Und so in Fahrt legte Basler dann auch gleich nach. So habe Özil schon 2014 relativ wenig zum Titelgewinn beigetragen. "Seit vier Jahren erkläre ich den Leuten, dass Özil überbewertet ist als Fußballer. In einem großen Spiel wirst du von ihm nichts sehen", so der 49-Jährige.

Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte er nach dem Erdoğan-Eklat Özil und Gündoğan zu Hause gelassen und stattdessen lieber Leroy Sané mitgenommen.

Allerdings bekam nach der schwachen Leistung im Mexiko-Spiel nicht nur der introvertierte Spielmacher von Basler sein Fett weg. Hier die weiteren Watschen für "Die Mannschaft":

  • Basler über Toni Kroos: "Ich wäre auch so wenig gelaufen, hätte aber ein Tor oder zwei vorbereitet,"
  • Basler über Sami Khedira: "Dem kannst du ja die Schuhe besohlen beim Laufen."
  • Basler über Mats Hummels vor dem 0:1: "Wenn er den Ball nicht kriegt, muss er das taktische Foul begehen oder wegbleiben. Er hat alles falsch gemacht."
  • Basler über Marvin Plattenhardt: "Da kann ich auch noch hinten links spielen."

Es muss also vieles besser werden im deutschen Team, damit am Samstag (20 Uhr) ein Sieg gegen Schweden im nächsten Gruppenspiel herausspringt.

Denn schon bei einem Unentschieden, da ist sich Mario Basler sicher, geht es nach der Vorrunde nach Hause.

Titelfoto: DPA, WDR/Dirk Borm


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