Endlich zählt's! VfB-Stürmer Mario Gomez schießt sich aus der Videobeweis-Krise

Stuttgart - Viermal zappelte der Ball im Netz, viermal jubelte VfB-Star Mario Gomez, doch Pustekuchen! Alle vermeintlichen Tore wurden per Videobeweis aberkannt. Beim 3:1-Sieg der Stuttgarter gegen den 1. FC Nürnberg (TAG24 berichtete) klappte es aber endlich.

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat ärgert sich über die Handhabung des Videobeweises.
VfB-Sportdirektor Sven Mislintat ärgert sich über die Handhabung des Videobeweises.  © Sebastian Gollnow/dpa

In der 59. Spielminute durfte der 34-Jährige seinen Namen endlich auf der Anzeigetafel lesen, nachdem er eine Halbfeld-Flanke von Linksverteidiger Borna Sosa zum zwischenzeitlichen 2:1 über die Linie bugsierte.

"Ich freue mich riesig für ihn. Ich denke, er hat sich das über die Wochen hinweg erarbeitet und nach den drei aberkannten Toren in der letzten Woche umso mehr", sagte VfB-Mittelfeldspieler Philipp Förster nach der Partie über Gomez.

Und es kam sogar noch besser: In der 72. Minute legte der Ex-Nationalspieler Försters eigenen Treffer zum 3:1 auf - mit einem Tunnel gegen Nürnberg-Torhüter Dornebusch. "Das hat er sensationell gemacht", feierte Philipp Förster die Gomez-Aktion.

In VfB-Kreisen wurde Gomez aufgrund seines Pechs zuletzt schon liebevoll VARio Gomez genannt (von VAR = Video Assistant Referee).

Doch jetzt schießt sich der VfB-Opa aus seiner Videobeweis-Krise!

Sportdirektor Sven Mislintat ärgert sich über Handhabung des Videobeweises

Mario Gomez traf zum zwischenzeitlichen 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg. (Archivbild)
Mario Gomez traf zum zwischenzeitlichen 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg. (Archivbild)  © Daniel Maurer/dpa

Apropos Videobeweis. VfB-Sportdirektor Sven Mislintat stellte sich nach dem Abpfiff ebenfalls den Fragen der Journalisten und war mit der Handhabung des VAR nicht ganz zufrieden.

"Mario war beim vermeintlichen Führungstor der Unglücksrabe beim Block stellen, was ich nichts Ungewöhnliches finde, da du das in der Bundesliga mittlerweile bei fast jeder Standardsituation siehst", ärgerte sich Mislintat.

Würde man fortan bei jeder solcher Aktionen eingreifen, hätte man fast bei jeder Ecke einen Videobeweis, was sicher nicht im Interesse der Verantwortlichen ist.

"Es ist so, dass es den Ablauf des Spiels komplett verändert im Moment. Gerade, wenn er so oft eingesetzt wird und wir sind davon in den letzten Spielen jetzt extrem betroffen gewesen", so Mislintat weiter.

Das lasse das Gefühl aufkommen, dass "fast nichts mehr ohne Videobeweis entschieden werden kann". Stuttgarts Sportdirektor verwies allerdings auch darauf, dass die Technik den Fußball gerechter mache.

Mario Gomez jedenfalls dürfte zumindest für den Moment seinen Frieden mit dem Videobeweis geschlossen haben und sorgte mit seiner starken Leistung dafür, dass der VfB nun mit 29 Punkten gleichauf mit dem Hamburger SV nur noch vier Punkte hinter Tabellenführer Arminia Bielefeld liegt.

Mehr zum Thema VfB Stuttgart:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0