Meine Meinung: Der VfB muss Mario Gomez loswerden!

Stuttgart - Seit dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga ist der VfB Stuttgart kräftig am Ausmisten. Wie die Schwaben zuletzt mitteilten, werden sie ohne die Oldies Christian Gentner (33), Dennis Aogo (32) und Andreas Beck (32) in die neue Saison starten.

Der neue VfB-Coach: Tim Walter.
Der neue VfB-Coach: Tim Walter.  © DPA

Da wäre es meiner Meinung nur konsequent, auch den gealterten Stürmerstar Mario Gomez (33) vor die Tür zu setzen.

Denn welche Argumente hat der ehemalige deutsche Nationalspieler noch, um ein weiteres Jahr beim VfB zu kicken?

Seine Torgefahr? Mitnichten. Gomez spulte in dieser Abstiegssaison zwar 31 Partien ab, doch das gegnerische Tor traf er nur magere siebenmal.

Eine bittere Quote für einen Stürmer, dessen einziger Job es auf dem Rasen ist, die Buden zu machen.

Zumal Gomez für diese historisch schlechte Saison am meisten Kohle aller VfB-Kicker kassierte: satte sechs Millionen Euro sollen es nach Informationen der "Bild" gewesen sein.

Unterm Strich: Der VfB zahlte also eine knappe Millionen Euro (0,9) pro Gomez-Tor!

VfB-Stürmerstar: Mario Gomez.
VfB-Stürmerstar: Mario Gomez.  © DPA

Und der 33-Jährige ist nun wirklich kein Zauberkünstler auf dem Feld, sodass es sich lohnen würde, seine Leistung anders als an seiner Torquote zu messen.

Schon Ex-ARD-Experte Mehmet Scholl hatte während einer Partie bei der EM 2012 Angst, Gomez könnte sich "wund gelegen" haben, weil er sich so wenig bewegte.

Allerdings gehörte der deutsche Nationalspieler damals mit drei Toren zu den besten Torjägern des Turniers und war noch beim FC Bayern unter Vertrag.

Inzwischen ist der 33-Jährige älter geworden und passt nicht zur künftigen VfB-Philosophie unter Trainer Tim Walter, die nach Sportvorstand Thomas Hitzlsperger jung, wild und offensiv aussehen soll.

Aufgrund dieser neuen Ausrichtung entschieden sich Hitzlsperger und Sportdirektor Sven Mislintat, die Verträge von Gentner, Aogo und Beck nicht zu verlängern. Gomez darf allerdings weiter im Trikot des VfB auflaufen, wie Hitzlsperger jüngst klarstellte.

Doch dies dürfte nicht an der Leistung des Stürmers liegen, sondern daran, dass er im Gegensatz zu Gentner, Aogo und Beck eben noch Vertrag bei den Schwaben hat (bis 2020). Ihn loszuwerden würde sich also schwierig gestalten, auch wenn es für den VfB der richtige und konsequente Weg wäre.

Aber wer würde den Stuttgartern einen überbezahlten Altstar abnehmen? Und warum sollte sich Gomez darauf einlassen und seine Heimat verlassen?

Schließlich verdient der ehemalige deutsche Nationalspieler auch in der kommenden Zweitligasaison noch 4,5 Millionen Euro und wird damit (Stand jetzt) der bestbezahlte Zweitliga-Kicker aller Zeiten sein.

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