Comeback nach Kreuzbandriss: Gersbeck ist zurück und bald wieder weg?

Berlin - Das Ergebnis war fast Nebensache. Mit einer ersatzgeschwächten Mannschaft verlor Hertha BSC sein Testspiel gegen Zweitligist Holstein Kiel verdient mit 1:3. Erfreulich für die Hertha-Fans: Marius Gersbeck gab nach fast einem Jahr Verletzungspause sein Comeback.

Marius Gersbeck stand erstmals seit seinem Kreuzbandriss wieder zwischen den Pfosten. (Bildmontage)
Marius Gersbeck stand erstmals seit seinem Kreuzbandriss wieder zwischen den Pfosten. (Bildmontage)  © DPA

Im April 2018 riss sich der 23-Jährige, der damals an den VfL Osnabrück ausgeliehen war, das Kreuzband. Daraufhin verlängerte Hertha seinen Vertrag.

"Es ist ein sehr gutes Gefühl. Es macht wieder Spaß. Das ist ja das, worauf ich die vergangenen elf Monate hingearbeitet habe", sagte der Keeper nach der Testspiel-Pleite gegen Kiel. "Die Niederlage ist natürlich schade, aber am Ende freue mich, in erster Linie wieder auf dem Platz gestanden zu haben. Das nehme ich von dem Spiel mit."

Der für Smarsch eingewechselte Gersbeck konnte sich in der 2. Halbzeit mehrmals auszeichnen, rettet stark im Eins gegen Eins gegen Okugawa, war aber beim 1:3 durch Akuwu machtlos. In der U23 hofft er nun auf weitere Einsätze.

"Ich fühle mich sehr sehr gut. Das ist bei Verletzungen oft der Fall, dass man sich danach besser fühlt, als noch vor der Verletzung. Im Spielt sieht man dann erst, wie weit man wirklich ist."

Gegen Borussia Dortmund feierte Gersbeck sein Bundesligadebüt. Es sollte sein einziger Einsatz in der 1. Liga bleiben.
Gegen Borussia Dortmund feierte Gersbeck sein Bundesligadebüt. Es sollte sein einziger Einsatz in der 1. Liga bleiben.  © DPA

Kaum ein Spieler verkörpert Hertha BSC so sehr wie Gersbeck. Mit 13 Jahren ging er erstmals in die Ostkurve, wo der gebürtige Berliner heute noch viele Freunde hat. Sein bislang einziger Bundesligaeinsatz liegt mittlerweile aber nun schon fünf Jahre zurück.

Weil sowohl Thomas Kraft, als auch Sascha Burchert verletzt ausfielen, stellte Jos Luhukay Marius Gersbeck ins Tor. Hertha siegte an jenem 21. Dezember 2013 überraschend in Dortmund mit 2:1 - auch weil der damals 18-Jährige eine starke Leistung zeigte.

Danach schien der Liebling der Ostkurve vom Pech verfolgt zu sein. Sein im April erlittener Kreuzbandriss hatte die fünfte Operation im rechten Knie zur Folge. "Für mich war es in diesem Jahr wichtig erstmal wieder auf dem Platz zu stehen. Das habe ich jetzt geschafft."

Dennoch könnte es für das Eigengewächs, der seit 14 Jahren für Hertha spielt, sein letzter Einsatz für die Berliner gewesen sein. Sein Vertrag gilt zwar noch bis 2020, doch ein Abgang nach der Saison gilt laut "Kicker" als sicher. Der Klub plant weiterhin mit Thomas Kraft als Nummer zwei. Mit dem 30-Jährigen laufen derzeit Gespräche über eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrages.

An Stammkeeper Rune Jarstein ist ohnehin kein Vorbeikommen. Doch auch dahinter ist Hertha stark besetzt. Mit U19-Meister Dennis Smarsch, den an Osnabrück ausgeliehenen Nils Körber und Jonathan Klinsmann kämpft ein Trio um die Nummer drei, wobei letzterer wohl ebenfalls keine Zukunft mehr in Berlin hat (TAG24 berichtete).

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