Markenzeichen der Berliner Volksbühne wird abgebaut

Bald ist das Rad weg.
Bald ist das Rad weg.  © DPA

Berlin - Das ikonische Markenzeichen der Volksbühne verabschiedet sich. Nach 23 Jahren wird die Rad-Skulptur, auf Entscheid des deutschen Designers Rainer Haußmann, abgebaut.

Berlin verliert ein Wahrzeichen. Die metallische Rad-Skulptur wurde 1994 auf den Platz vor dem Theater aufgestellt. Die Idee zum Rad mit zwei Beinen stammte damals von Bert Neumann, der das Rad zum Logo der Volksbühne machte. Seitdem ziert es Programmhefte und die beliebten Streichholzschachteln.

Die Beweggründe, die zum Abbau der Skulptur führen, basieren nicht nur auf dem alleinigen Wunsch Haußmanns, sondern auch Noch-Indendant Frank Castorf sowie viele Mitarbeiter sprachen sich für einen Abbau aus.

„Wenn das Rad stehen bleiben würde, würde das eine Kontinuität suggerieren, die es nicht gibt“, erklärte Chefdramaturg Carl Hegemann im Der Tagesspiegel. Und ergänzt: „Wir sollen das Haus ja auch besenrein verlassen.“

Nach der 25-jährigen Ära Castorf tritt nun Chris Dercon die Nachfolge an, der jedoch stark umstritten ist und in den Kreisen der Volksbühne auf Widerstand stößt.

Spätestens zum Ende der Spielzeit im Juli und damit zum Ende der Intendanz von Frank Castorf wolle Haußmann die Skulptur abbauen, so das Theater.


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