Einmal drauf und weg: Mein lieber Schwan! Franz lässt Franzi sitzen

Markersdorf - Was für ein Schuft! Erst vor einer Woche zog Schwanen-Mann Franz (3) im Markersdorfer Ortsteil Deutsch-Paulsdorf bei Schwänin Franzi ein, schon scheint die große Liebe verflogen zu sein. Franz hat sich einfach aus dem Staub gemacht!

Glücklich drehten sie gemeinsam ihre Runden auf dem Teich, doch nun verließ Franz seine Angebetete aus heiterem Himmel.
Glücklich drehten sie gemeinsam ihre Runden auf dem Teich, doch nun verließ Franz seine Angebetete aus heiterem Himmel.  © Steffen Füssel

Besonders pikant an der Geschichte: „Die beiden hatten, nun ja, ziemlichen Spaß miteinander“, sagt Ortschaftsrätin Beatrix Rudolph (56). Auf gut Deutsch: Die beiden sind zusammen im Nest gelandet!

„Das Ganze ist ziemlich dramatisch. Franzi muss nun vielleicht die Schwanenkinder allein großziehen.“

Dabei sah alles so romantisch aus! Per Kontaktanzeige (TAG24 berichtete) suchten die Deutsch-Paulsdorfer für ihre Flug-behinderte Schwanendame einen Mann. „Franzi kann ja nicht fliegen, sie hat eine Verletzung am Flügel“, erklärt Rudolph.

Am Ende fand sich ein passendes Männchen am Bodensee. „Franz hat sich dann brav hier her chauffieren lassen, hat ein bisschen rumgeschnackselt, sich seinen Spaß geholt und lässt die arme Franzi nun mit dem Nachwuchs allein.“ So geht’s aber nicht, Mister!

Das erste Kennenlernen: Sie waren sich sofort sympathisch. Franzi und Franz in love.
Das erste Kennenlernen: Sie waren sich sofort sympathisch. Franzi und Franz in love.  © Steffen Füssel

„Die beiden waren am Morgen noch glücklich zusammen spazieren, sind über ein benachbartes Feld gewatschelt“, erzählt Rudolph. „Dann setzte Franz auf einmal an, erhob sich in die Lüfte und flog gen Westen davon.“ Seitdem ward er nicht mehr gesehen! Ob sie sich gestritten haben? Oder hat fRanz schon jetzt den Schnabel voll von Frau und Kindern?

Franzi ist ganz traurig, die Deutsch-Paulsdorfer auch. Und sie sind in Sorge. „Wir hoffen ja, dass er doch nicht so ein Ganove ist und doch zurückkommt“, sagt die Ortsvorsteherin. „Hoffentlich passiert ihm nichts.“ Möglicherweise hat sich Franz aber aufgemacht, um in sein altes Zuhause an den Bodensee zurückzukehren.

Via Facebookaufruf wird er nun gesucht. „Bis zu seiner einstigen Schwanenmama sind es rund 700 Kilometer“, sagt Rudolph. „Hoffentlich, kommt er heil an oder eben auch schnell wieder zurück zu uns und Franzi.“

Wer den flüchtigen Bald-Papa sieht, soll sich bitte im Ort melden. „Franz hat auch einen Bändchen an der Flosse. Dort steht die Telefonnummer seiner Schwanenmama vom Bodensee drauf.“

Und was macht Franzi derweil? Die muss nun vermutlich erstmal allein ihr Nest bauen. Ob sie ihren Lover schon vermisst? Sicherlich! Also: Franz, wenn du das hier liest, bitte melde dich!

Franz zurück - und schon wieder weg

Franz, was ist nur los mit Dir!? Nach nur wenigen Tagen als neues Schwanen-Traumpaar im Markersdorfer Ortsteil Deutsch-Paulsdorf machte Franz plötzlich die Flatter ...

Nachdem er während eines Spaziergangs mit seiner Angebeteten vor zwei Tagen einfach davonflog und verschwand, tauchte Franz einige Stunden später wieder auf. Er hatte es sich auf einem kleinen Privatteich in Friedersdorf gemütlich gemacht. "Ob er sich vor der Verantwortung drücken wollte oder der Meinung war, einen Nistplatz suchen zu müssen wir wissen es nicht", so Ortsvorsteherin Beatrix Rudolph (56).

In seinem Ausweichquartier sollte Franz dann eingefangen und wieder zurück zu seiner Franzi gebracht werden. "Kurz vor unserem Eintreffen erhob er sich wieder in die Lüfte", so Rudolph. Also alles wieder auf Anfang, Franz wird wieder gesucht. Wer ihn sichtet, soll sich bitte melden unter 035829/66 95 61.

Titelfoto: Steffen Füssel

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