Nach spektakulärer Festnahme: Terror-Emir aus Wachau kommt vor Gericht

In diesem Haus nahmen die Spezialkräfte der Polizei den mutmaßlichen IS-Kommandeur fest.
In diesem Haus nahmen die Spezialkräfte der Polizei den mutmaßlichen IS-Kommandeur fest.  © Alexander Bischoff

Dresden/Markkleeberg - Auf die spektakuläre Festnahme folgt der Anti-Terror-Prozess: Im Mai nahmen Spezialkräfte der Polizei einen mutmaßlichen IS-Führer in Wachau fest. Jetzt wird dem Syrer (40) der Prozess gemacht.

Der sächsische Generalstaatsanwalt hat Anklage gegen Ahmad A. A. erhoben. Der Vorwurf: Er soll sowohl für die Al-Nusra-Front als auch für den Islamischen Staat (IS) in den Krieg gezogen sein.

Zunächst befehligte A. A. laut Anklage eine Kampfeinheit der Al-Nusra-Front in der Region Rakka als "Emir" (TAG24 berichtete).

Als es zu Auseinandersetzungen zwischen der Al-Nusra-Front und dem IS kam, wechselte der Terror-Kommandeur die Seiten.

Für den IS soll A. A. ein Lager verwaltet haben, in dem angehende in dem angehende IS-Kämpfer ausgebildet worden seien und das als Gefängnis für syrische Soldaten gedient habe. Dort soll er sich in zumindest einem Fall auch einer Misshandlung schuldig gemacht haben.

Der 40-Jährige war im Mai von Spezialkräften der Polizei in einer Fahrschule im Markkleeberger Ortsteil Wachau festgenommen worden (TAG24 berichtete).

Zunächst hatte der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof die Ermittlungen geführt. Das Verfahren wurde aber im November an die Generalstaatsanwaltschaft Dresden abgegeben.

Titelfoto: Alexander Bischoff


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