Munition und Waffen: Prozess gegen Elite-Polizist vor dem Ende

Schwerin - Im Prozess gegen einen ehemaligen Elite-Beamten der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern soll am Donnerstag (13 Uhr) das Urteil am Landgericht Schwerin gesprochen werden.

Der Angeklagte (Mitte) steht zwischen seinen beiden Verteidigern.
Der Angeklagte (Mitte) steht zwischen seinen beiden Verteidigern.  © Bernd Wüstneck/ZB/dpa

Dem Mann werden Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz vorgeworfen.

Hauptvorwurf ist der Besitz einer Maschinenpistole der Marke Uzi und dazugehöriger 50 Schuss Munition. Sie fallen unter das Kriegswaffenkontrollgesetz, ihr Besitz ist Privatpersonen in Deutschland verboten.

Die Staatsanwaltschaft hat zwei Jahre und zehn Monate Haft gefordert. Die Verteidigung plädierte für eine Strafe deutlich unter zwei Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt werden soll.

Bei einer Razzia im Wohnhaus des Mannes waren im Juni 2019 neben der Uzi noch weitere Waffen und mehr als 30.000 Schuss Munition gefunden worden. Zu der Zeit verfügte er nicht über Waffenbesitz- und Munitionserwerbskarten. Seit der Durchsuchung sitzt der 49-Jährige in Untersuchungshaft.

Gegen drei weitere ehemalige oder damals noch aktive Polizisten, die auf freiem Fuß sind, laufen seit der Razzia im Juni Ermittlungen.

Der Angeklagte ist laut Gericht seit 1999 im Landesdienst der Polizei, war seit 2004 im Spezialeinsatzkommando und unter anderem als Präzisionsschütze und Schießtrainer tätig. Er wurde inzwischen vom Dienst suspendiert.

Mitglieder des SEK wurden festgenommen. (Symbolfoto)
Mitglieder des SEK wurden festgenommen. (Symbolfoto)  © DPA

Update, 14.52 Uhr

Der ehemaliger Elite-Beamter der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern ist wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zu einem Jahr und neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Der Großteil der anderen gefundenen Waffen und Munition sei legal gewesen, sagte der Richter am Landgericht Schwerin am Donnerstag bei der Urteilsverkündung.

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