Liverpool oder doch Berlin? Grujic macht Hertha-Fans Hoffnung

Berlin - Als Marko Grujic im Sommer 2018 nach Berlin schaffte der Serbe auf Anhieb den Sprung zum Stammspieler. Der 22-Jährige ist aus der Mannschaft kaum wegzudenken. Das zeigen auch die Zahlen: In zehn Spielen ohne Grujic konnte Hertha nur ein einziges Mal gewinnen.

Salomon Kalou und Marko Grujic jubeln nach dem Treffer zum 1:0 gegen Bayern München.
Salomon Kalou und Marko Grujic jubeln nach dem Treffer zum 1:0 gegen Bayern München.  © DPA

Mit dem Sechser ist Michael Preetz ein echter Volltreffer gelungen. Nach dem 1:0 über Eintracht Frankfurt, bei dem er das Siegtor erzielen konnte, sprach Pal Dardai von Herthas bestem Mittelfeldspieler seit 20 Jahren. Das Problem: Grujic ist nur vom FC Liverpool (Vertrag bis 2023) ausgeliehen, soll nach der Saison zurück zu Jürgen Klopp. Eine Kaufoption haben die Berliner nicht.

Hertha will ihn dennoch über den Sommer hinaus halten und auch der Serbe ist nicht abgeneigt, wie er im Interview mit der B.Z. erzählte. "Ich bin noch ziemlich jung, für mich war diese Hertha-Zeit – mit Ausnahme der Verletzungen – bisher brillant, um meine Qualitäten zu zeigen." Aber er könne es letztlich nicht entscheiden.

"Wenn ich aber selbst wählen könnte, würde ich für ein weiteres Jahr oder vielleicht sogar zwei Jahre bei Hertha bleiben, um mir einen sehr guten Namen zu machen, in dem ich alle meine Qualitäten verbessere."

Die starken Leistungen sind auch anderen Clubs nicht verborgen geblieben. Zuletzt sollen unter anderem Lazio Rom und Galatasaray Istanbul ihr Interesse bekundet haben. Die haben den Vorteil, dass sie im nächsten Jahr wahrscheinlich international spielen. Hertha hingegen, ist nach der Last-Minute-Niederlage gegen Dortmund endgültig im Mittelfeld der Tabelle angekommen.

Für Grujic bleibt aber dennoch Hertha der absolute Favorit. "Ich würde es lieben, länger hier zu bleiben. Und falls Liverpool mich irgendwann verkaufen wollen würde und ich entscheiden könnte, wäre es toll, wenn Hertha ein Angebot abgibt."

Das dürfte schwierig werden. Seit seinem Wechsel ist der Marktwert von fünf auf 18 Millionen gestiegen. Eine erneute Ausleihe wäre da realistischer - falls die Reds ihn überhaupt noch einmal verleihen möchte.

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