Massenkarambolage auf der A3: Fliegende Ladung und jede Menge Lkws

Mehrere Gegenstände fielen auf die Autobahn. (Symbolbild)
Mehrere Gegenstände fielen auf die Autobahn. (Symbolbild)  © DPA

Marktheidenfeld - Insgesamt sieben Fahrzeuge waren am Donnerstagmorgen an einem folgenschweren Verkehrsunfall auf der A3 in Richtung Würzburg beteiligt. Ein Lkw-Fahrer zog sich schwere Verletzungen zu und musste in eine Klinik gebracht werden.

Gegen 08:25 Uhr befuhr ein 53-Jähriger die A3 in Fahrtrichtung Würzburg mit seinem roten Muldenkipper befahren, der mit Bauschutt beladen war.

Aus bislang noch unbekannter Ursache touchierte der Mann offenbar zunächst einen Pkw und anschließend das Heck eines Kleinbusses des Vermessungsamtes, der für Messungsarbeiten im dortigen Bereich mit zwei Personen besetzt stand. Durch den Anstoß wurden die beiden Fahrzeuginsassen leicht verletzt und der Bus über die Fahrbahn geschleudert.

Ein Lkw, der Paletten geladen hatte, wich dem Bus des Vermessungsamtes aus und kam durch das Fahrmanöver des 43-jährigen Lenkers selbst ins Schleudern. Der Lkw verlor dadurch einige Paletten von seiner Ladefläche.

Währenddessen fuhr ein zweiter Lkw, der mit Möbelteilen beladen war, an der Anschlussstelle Marktheidenfeld auf die Autobahn. Dieser krachte gegen den ersten LKW, anschließend gegen die auf der Fahrbahn liegenden Paletten und daraufhin auf die Mittelleitplanke, hob ab und kam schließlich auf der rechten Fahrzeugseite zum Erliegen.

Die Mittelleitplanke indes, wurde durch den Aufprall auf die Gegenfahrbahn geschoben, auf der ein Lkw und ein Pkw fuhren, die von der herumfliegenden Ware des zweiten Lkw getroffen wurden.

Der Fahrer des Muldenkippers erlitt bei dem Verkehrsunfall schwere Verletzungen und wurde zur Behandlung in eine Klinik gebracht. Als mögliche Unfallursache kommen medizinische Probleme des Fahrers in Betracht. Auch die zwei Insassen des Fahrzeugs des Vermessungsamtes brachte der Rettungsdienst mit leichten Verletzungen in Kliniken. Der Sachschaden kann zur Stunde noch nicht genau beziffert werden, wird aber sicherlich im mittleren sechsstelligen Bereich liegen.

Die drei Laster hatten allesamt einen Teil ihrer Ladung verloren und dieser hatte sich großflächig über die Fahrbahn und den Bereich neben den Fahrspuren verteilt. Die Reinigung der Autobahn sowie die Bergung der verunfallten Fahrzeuge gestaltet sich schwierig und zeitaufwändig. Bis die Mittelleitplanke wieder in Form gebracht und die Fahrbahn komplett gereinigt ist, muss die Fahrbahn in Richtung Würzburg weiterhin gesperrt bleiben. In Richtung Frankfurt wird der Verkehr mittlerweile einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet.

Besonders pikant: 19 Fahrzeugführer behinderten die Bergunsaktion und verstärkten den Rückstau, indem sie Filmaufnahmen von der Unfallstelle machten. Acht Fahrzeugführer aus Deutschland müssen nun mit einer Anzeige rechnen.


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