"Bin ich schuld an allem?" VfB-Trainer Weinzierl holt zur Medienschelte aus

Stuttgart - Abstiegskrimi! Im Duell beim Mitkonkurrenten FC Augsburg (Samstag 15.30 Uhr) geht es für den Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart um sehr viel.

Nach der Spuckattacke fasst VfB-Mittelfeldmann Santiago Ascacíbar dem Leverkusener Kai Havertz noch ins Gesicht.
Nach der Spuckattacke fasst VfB-Mittelfeldmann Santiago Ascacíbar dem Leverkusener Kai Havertz noch ins Gesicht.  © DPA

Und die Vorzeichen stehen denkbar schlecht für den Verein für Bewegungsspiele.

Nach der 0:1-Heimpleite gegen Leverkusen liegen die Nerven blank und neben den fehlenden Punkten sorgen auch Nebenkriegsschauplätze für Aufruhr.

Wie der Ausraster Santiago Ascacíbars, der nach seiner Spuckattacke sechs Wochen gesperrt wurde und somit erst für ein mögliches Relegationsrückspiel in Frage kommt.

Auf diese Aktion angesprochen, platzte VfB Trainer Markus Weinziel der Kragen und holte zur Medienschelte aus: "Was mir im Magen liegt", begann er seine Worte.

"Bin ich Schuld an allem?", fragte der Niederbayer in die Runde von Journalisten.

Weinzierl prangerte Medienberichte an, nach denen er Mitschuld an der Spuckattacke Ascacíbars habe. Nach dem Motto "Weinzierl hat die Spieler nicht im Griff", erklärte der 44-Jährige weiter.

Wild gestikulierend: VfB-Coach Markus Weinzierl.
Wild gestikulierend: VfB-Coach Markus Weinzierl.

"Ist der holländische Trainer damals Schuld gewesen, dass Rijkaard Völler anspuckt?", spielte er außerdem auf die legendäre Szene bei der WM 1990 an, als der niederländische Nationalspieler den deutschen Kultstürmer Rudi Völler anspuckte.

Weinzierl gehe jedenfalls der Respekt gegenüber dem Traineramt verloren.

"Irgendwann ist auch Mal Schluss", entgegnete er den Journalisten am Mittwoch auf der Pressekonferenz.

"Was wir Trainer uns alles gefallen lassen müssen?", fragte sich der emotionale VfB-Trainer weiter.

Auf der Pressekonferenz war ihm die kritische Lage des VfB im Abstiegskampf deutlich anzumerken. Er zeigte sich teils überempfindlich, aber auch kämpferisch.

Kampf ist auch das, was seine Schützlinge am Samstag gegen Augsburg unbedingt auf den Rasen bringen müssen, um im Existenzkampf zu bestehen.

Sollten dabei keine drei Punkte rausspringen, dürfte es die letzte Partie von Weinzierl als VfB-Trainer gewesen sein.

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