Weinzierl wirkt angeschlagen: Wie geht es weiter mit dem VfB-Coach?

Stuttgart - Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart befindet sich aktuell in einer schwierigen Situation: Denn ausgerechnet vor dem Abstiegsduell gegen den 1. FC Nürnberg scheint die Stimmung im Verein zu kippen.

VfB-Rechtsverteidiger Andreas Beck (l.) und Eintracht-Toptorjäger Luka Jovic im Kampf um den Ball.
VfB-Rechtsverteidiger Andreas Beck (l.) und Eintracht-Toptorjäger Luka Jovic im Kampf um den Ball.

So zeigte sich VfB-Trainer Markus Weinzierl am Donnerstag auf der Pressekonferenz sichtlich angeschlagen.

Seine Lockerheit der Wochen zuvor, die der vermeintliche Aufwärtstrend seiner Mannschaft mit sich brachte, scheint verflogen.

Kein Wunder, denn immerhin wird inzwischen längst über seinen Nachfolger spekuliert.

Die österreichische "Sportzeitung" will erfahren haben, dass im Sommer der aktuelle Trainer des Linzer ASK, Oliver Glasner, auch im Falle eines Abstiegs neuer VfB-Coach werden soll.

Angesprochen auf diese Gerüchte, sagte Weinzierl, es sei ihm nicht "völlig Wurscht", aber an Spekulationen wolle sich der 44-Jährige nicht beteiligen.

Anschließend flüchtete sich Weinzierl, der bis dahin offen sprach, in Phrasen.

Er wirkte kraftlos als er darauf verwies, seine Mannschaft bereite ihm auch bei einer 0:3-Pleite in Frankfurt noch Spaß und er freue sich auf die kommenden Spiele, sowie auf die Stimmung im Stadion beim Abstiegskracher gegen Nürnberg.

Stand gewaltig unter Druck: VfB-Coach Markus Weinzierl.
Stand gewaltig unter Druck: VfB-Coach Markus Weinzierl.  © DPA

Abgedroschenen Worte, die zeigen, wie sehr die aktuelle Situation an ihm nagt.

Und das völlig zu Recht: Sollten nämlich seine Schützlinge im Heimspiel gegen die Nürnberger keinen Sieg einfahren, so dürfte es die letzte Partie für Weinzierl als VfB-Trainer gewesen sein.

Zu schlecht ist seine Bilanz bei den Schwaben: Seit seinem Amtsantritt im Oktober holte der Niederbayer nur magere 15 Zähler aus 20 Partien, also 0,75 Punkte pro Spiel.

Außerdem kann auch kaum von einer spielerischen Entwicklung unter Weinzierl die Rede sein. Abgesehen von der Partie gegen schwache Hannoveraner, war es besonders in der Offensive immer wieder ein Offenbarungseid.

Dies zeigte sich vor allem im Duell gegen die Frankfurter Eintracht am vergangenen Spieltag. (TAG24 berichtete) Die SGE überließ dem VfB häufig den Ball und zog sich zurück, doch die Schwaben wussten nichts mit der Kugel anzufangen. Ohne jegliche Kreativität verpufften reihenweise die zaghaften Angriffe der Brustringträger.

Dieser taktische Stillstand in dem sich die Schwaben aktuell befinden, dürfte auch VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger nicht verborgen geblieben sein. Der 36-Jährige betont zwar häufig, wie gut er mit Weinzierl zusammen arbeitet, doch eine Job-Garantie will er ihm trotzdem nicht aussprechen.

So scheint es unwahrscheinlich, dass Weinzierl über die Saison hinaus Trainer beim VfB sein wird, auch im Falle des Klassenerhalts. Und Weinzierls Auftritt bei der Pressekonferenz am Donnerstag lässt vermuten: der Niederbayer ist sich dessen völlig bewusst.

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