Spektakuläre Würth-Entführung kommt endlich vor Gericht

Gießen - Die Entführung des Milliardärssohns Markus Würth sorgte für bundesweites Aufsehen. Nun soll der Fall bald vor Gericht verhandelt werden.

Der entführte Markus Würth wurde in einem Wald bei Würzburg gefunden.
Der entführte Markus Würth wurde in einem Wald bei Würzburg gefunden.  © dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Entführer wird am 11. September vor dem Landgericht Gießen beginnen, wie ein Justiz-Sprecher am Freitag mitteilte.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten erpresserischen Menschenraub vor. Der Mann soll den behinderten Sohn des baden-württembergischen Unternehmers Reinhold Würth im Juni 2015 im osthessischen Schlitz entführt und drei Millionen Euro Lösegeld gefordert haben.

Nach einer gescheiterten Übergabe wurde das damals 50 Jahre alte Opfer einen Tag später in einem Wald bei Würzburg unversehrt an einen Baum gekettet gefunden.

Ein Telefon-Mitschnitt hatte bei der Suche nach dem Kidnapper eine wichtige Rolle gespielt (TAG24 berichtete). Sprachexperten analysierten die Aufnahme und ordneten diese später dem Angeklagten zu.

Der Verdächtige wurde im März – drei Jahre nach der Tat – in einem Hochhaus in Offenbach festgenommen (TAG24 berichtete).

Als mögliches Motiv des Angeklagten aus Serbien-Montenegro nannten die Ermittler im März "finanzielle Nöte" des Mannes, der angeblich gerne dem Glücksspiel nachgegangen sei (TAG24 berichtete).

In diesem Hochhaus an der Offenbacher Rhönstraße nahm die Polizei den Verdächtigen fest.
In diesem Hochhaus an der Offenbacher Rhönstraße nahm die Polizei den Verdächtigen fest.  © DPA/Arne Dedert

Titelfoto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand


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