Wohltäter will Armen helfen, plötzlich sterben 17 Menschen

Mindestens 17 Menschen starben, weitere wurden verletzt.
Mindestens 17 Menschen starben, weitere wurden verletzt.

Rabat - Bei einer Massenpanik in Marokko sind einem Augenzeugen zufolge mindestens 17 Menschen getötet worden.

Der Vorfall ereignete sich am Sonntag während einer Verteilaktion von Lebensmitteln. In dem Dorf Sidi Boualem in der Nähe von Casablanca seien zudem mindestens 38 Personen verletzt worden, sagte Rachid al-Wasat der Deutschen Presse-Agentur. Er ist der Leiter einer örtlichen Jugendorganisation. Ein Großteil der Opfer seien Frauen.

Ein Wohltäter hatte Menschen in der verarmten Gegend helfen wollen und Nahrungsmittel gespendet. Al-Wasat zufolge versammelten sich etwa 800 Menschen an der Stelle, wo das Essen verteilt werden sollte. Wegen der schlechten Organisation der Ausgabe sei es in der Folge zu großem Gedränge und der Panik gekommen. Al-Wasat nimmt an, dass die Opferzahl weiter steigen könnte, weil sich unter den Verletzten einige in einem kritischen Zustand befänden.

Lokale Medien hatten zuvor 15 Todesopfer gemeldet und von 1000 Menschen berichtet, die sich bei der Verteilung der Nahrung beim Ausgabeort gedrängelt hätten.

Hilfslieferungen von Privatpersonen an Bedürftige in ärmeren Regionen des Landes gibt es in Marokko vergleichsweise häufig. Sie sind oftmals weniger gut organisiert als die professionelle Hilfe von größeren Organisationen.


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