"Marshall-Plan" zur Verteidigung: Söder will Bundeswehr besser ausstatten

Berlin/München - Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat einen "Marshall-Plan für die Bundeswehr" angeregt.

Markus Söder (CSU, r), Ministerpräsident von Bayern, dankt den Einsatzkräften der Bundeswehr für ihren Einsatz während des Schneechaos im Januar in Bayern.
Markus Söder (CSU, r), Ministerpräsident von Bayern, dankt den Einsatzkräften der Bundeswehr für ihren Einsatz während des Schneechaos im Januar in Bayern.  © DPA

Der CSU-Chef sagte der Bild-Zeitung am Montag: "Es ist doch nicht hinnehmbar, dass eine starke Volkswirtschaft wie die unsere eine Armee hat, die nicht voll einsatzfähig ist. Wir brauchen keine Aufrüstung, aber eine bessere Ausrüstung der Bundeswehr. Es ist unehrlich und unredlich, wenn man seinen Soldaten Aufgaben gibt, für die sie nicht bestens ausgerüstet sind."

Söder sieht diese Notwendigkeit auch besonders im Kontext der Weltlage: "Gerade in einer unsicherer werdenden Welt braucht Deutschland eine einsatzfähige Armee, um unser Land zu schützen und unsere Unabhängigkeit zu sichern. Wir brauchen eine Bundeswehr, bei der Flugzeuge, Ausrüstung und Geräte funktionieren. Diese peinlichen Debatten der vergangenen Wochen müssen wir endlich hinter uns bringen."

Der Ausstieg der USA und Russlands aus dem INF-Abrüstungsvertrag müsse ein "Weckruf an die Koalition" sein.

Der sogenannte Marshallplan, ("European Recovery Program") war ein großes Konjunkturprogramm der Vereinigten Staaten von Amerika, das nach dem Zweiten Weltkrieg Westeuropa und den USA auf die Beine helfen sollte. Er lief 1948 an, bestand aus Krediten, Rohstoffen und Lebensmitteln.

Markus Söder (52) hält die deutsche Armee nicht für einsatzfähig und fordert eine bessere Ausstattung der Truppen.
Markus Söder (52) hält die deutsche Armee nicht für einsatzfähig und fordert eine bessere Ausstattung der Truppen.  © DPA

Titelfoto: DPA


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