Abgeordneter der Tierschutzpartei wird von rechtsextremer Vergangenheit eingeholt

Brüssel/Hamburg - Der deutsche Abgeordnete Martin Buschmann ist aus der Linksfraktion im Europaparlament ausgetreten - nach Fraktionsangaben wegen einer früheren Mitgliedschaft in der rechtsextremen NPD.

Martin Buschmann (49) sitzt für die Tierschutzpartei im Europäischen Parlament. (Archivbild)
Martin Buschmann (49) sitzt für die Tierschutzpartei im Europäischen Parlament. (Archivbild)  © European Union/EP/Christian Creutz

Man sei geschockt und bestürzt über die Enthüllung, erklärte die Fraktion am Dienstagabend.

Buschmann sitzt seit der Europawahl im Mai für die Tierschutzpartei im EU-Parlament.

Die Fraktion, die Partei und die Öffentlichkeit hätten erst jetzt von der NPD-Mitgliedschaft in den 1990er Jahren erfahren, das sei ein großer Vertrauensbruch, erklärte die linke GUE/NGL-Fraktion weiter.

Buschmann habe selbst entschieden, die Fraktion zu verlassen, und man habe dies angenommen.

Der 49-Jährige hatte zu Medienberichten über seine NPD-Mitgliedschaft auf Facebook erklärt, er sei der Partei vor 25 Jahren nur beigetreten, weil er sich in eine Frau verliebt habe, die dort Mitglied gewesen sei.

Aktiv sei er nicht gewesen. Wie das Wochenblatt berichtet, wurde Buschmann 1993 aber zum Kreisvorsitzenden des Kreisverbandes Harburg-Land gewählt.

Auf Anfragen zu seiner NDP-Mitgliedschaft soll der in Neu Wulmstorf bei Hamburg lebende Abgeordnete nicht geantwortet haben.

Erst nach weiteren Medienberichten verfasste Buschmann seine Stellungnahme auf Facebook, in der er die Mitgliedschaft offen zugab.

Titelfoto: European Union/EP/Christian Creutz

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