Regierungs-Vize Martin Dulig: "Keine Angst vor der AfD"

Dresden - Sachsens Vize-Ministerpräsident und SPD-Chef Martin Dulig (44) gibt sich im Hinblick auf mögliche Wahlerfolge der AfD gelassen.

Vize-Ministerpräsident Martin Dulig (44, SPD) wehrt sich gegen die "Angstmacherei" der AfD.
Vize-Ministerpräsident Martin Dulig (44, SPD) wehrt sich gegen die "Angstmacherei" der AfD.  © Holm Helis

"Alle haben Angst vor der AfD. Ich nicht. Die AfD ist wie der nackte Kaiser, der eigentlich gar nichts anhat."

Dulig setzt darauf, dass viele Menschen, die zur Bundestagswahl ihr Kreuzchen bei der AfD gemacht haben, sich zur Landtagswahl anders entscheiden.

"Denn auch ein AfD-Wähler muss sich in der Wahlkabine fragen: Was will ich denn eigentlich, was ist mir wichtig? Will ich weiterhin den professionellen Angstmachern auf den Leim gehen?"

Bei der Landtagswahl am 1. September gehe es nicht um Abrechnung oder Angstmacherei, sondern um wichtige Themen wie bessere Zugverbindungen, genügend Erzieher oder ausreichend Ärzte auf dem Land.

"Mir fallen viele Themen ein, die wichtiger sind als die, die die AfD angeblich präsentiert. Sie suggeriert doch, dass an allem die Flüchtlinge oder Frau Merkel schuld sind", so Dulig.

In einer aktuellen Wahlumfrage liegt die CDU in Sachsen mit 29 Prozent vor der AfD (25 Prozent). Die SPD kommt auf 10 Prozent.

Sachsens AfD-Chef Jörg Urban (55): Seine Partei steht in Umfragen gut da.
Sachsens AfD-Chef Jörg Urban (55): Seine Partei steht in Umfragen gut da.  © dpa/Monika Skolimowska

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