Nach Automatensprengung: Polizei findet Maschinengewehr bei Drogendealer

Wolmirstedt - Was für ein Glücksgriff: Nach der Sprengung eines Fahrkartenautomaten am Bahnhof Wolmirstedt (TAG24 berichtete), stieß die Polizei auf eine verdächtige Person. Was die Beamten bei dem 25-Jährigen fanden, ist kaum zu fassen.

Drogen und Geld aus dem Rucksack des Verdächtigen.
Drogen und Geld aus dem Rucksack des Verdächtigen.  © Polizeirevier Börde

Wie die Behörde berichtet, waren die Polizisten im Rahmen der Nahbereichsfahndung auf den Mann aufmerksam geworden, als er sich fluchtartig zu einem Hauseingang in der Bahnhofstraße begab und dort in eine Wohnung verschwand.

Als die Einsatzkräfte daraufhin das Gebäude sicherten, warf der 25-Jährige einen Rucksack aus einem Fenster, der auch noch direkt neben einem Beamten der Bundespolizei landete. Bei der Durchsuchung der Tasche wurden mehrere tausend Euro Bargeld, etwa 1000 Tabletten Ecstasy, rund 200 Gramm Amphetamine sowie sogenannte Haschischplatten entdeckt. "Drogen gibt es ja in verschiedenen Stückelungen", erklärte Joachim Albrecht, Pressebeauftragter des Polizeireviers Börde, dazu gegenüber TAG24. "In diesem Fall handelt es sich um richtige Platten von Haschisch, die dann auch in dieser Form verkauft werden."

Die Menge sei erheblich, so Albrecht weiter. "Das geht weit über den Eigenbedarf hinaus. Da lässt sich schon Handel vermuten."

Glücksfund in Wolmirstedt: Polizei entdeckt Drogen, Maschinengewehr und Munition

Das sichergestellte Maschinengewehr.
Das sichergestellte Maschinengewehr.  © Polizeirevier Börde

Selbst als die Beamten kurz darauf die Wohnung des Verdächtigen ausfindig gemacht und diese betreten hatten, habe der Mann zunächst noch versucht sich zu verstecken, doch vergebens. Die Polizei nahm den 25-Jährigen vorläufig fest. Derzeit befinde er sich in polizeilichem Gewahrsam.

Doch damit nicht genug. Im Keller des Familienhauses wartete bereits der nächste Fund auf die Beamten: Ein funktionsfähiges MG42 sowie Munition. "Es wurden etwa 200 Schuss festgestellt. Diese müssen wir allerdings noch untersuchen. Es kann sein, dass sie gar nicht zu dem Maschinengewehr gehören", so der Pressebeauftragte Albrecht. "Es wurde ein Patronengurt festgestellt, aber dabei kann es sich auch um Platzpatronen handeln."

Die Beweismittel wurden sichergestellt. Gegen den 25-Jährigen laufen nun Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen da Betäubungsmittel- und Kriegswaffenkontrollgesetz.

Das Erstaunliche an dem Ganzen: Mit der eigentlichen Automatensprengung hat der 25-Jährige offenbar nichts zu tun. Nach bisherigen polizeilichen Erkenntnissen konnte eine Tatbeteiligung nicht nachgewiesen werden.

UPDATE, 2.11., 7.05 Uhr:

Der zuständige Richter hat gegen den 25-Jährigen mittlerweile Haftbefehl erlassen.

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