Masern-Alarm: Schulverbot für ungeimpfte Kinder!

Bad Segeberg - Masern-Alarm in Bad Segeberg! An der Dahlmannschule ist ein Masernfall aufgetreten, an einer weiteren Schule gibt es zumindest einen Verdachtsfall.

Eine Frau wird gegen Masern geimpft. Fehlender Impfschutz wird zum Problem.
Eine Frau wird gegen Masern geimpft. Fehlender Impfschutz wird zum Problem.  © dpa/AP/Seth Wenig

Die Dahlmannschule habe deshalb am Freitag die Schüler nach Hause geschickt, sagte eine Sprecherin des Kreises Segeberg.

Wie das Gymnasium auf seiner Homepage mitteilte, dürfen in den nächsten Tagen nur Personen, die einen ausreichenden Masern-Impfschutz nachweisen können, in die Schule kommen.

Diese Anordnung gelte zunächst bis Mittwoch.

Auch an der Theodor-Storm-Schule, einer Grundschule in Bad Segeberg gibt es nach Angaben des Kreises einen Masernfall.

Die Schule war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Die Lübecker Nachrichten berichteten in ihrer Onlineausgabe, nach Angaben der Schulleiterin handele es sich zunächst nur um einen Verdachtsfall.

Ein Schüler nehme schon seit einigen Tagen nicht mehr am Unterricht teil, weil seine Geschwister an Masern erkrankt seien, heißt es in dem Bericht.

Im Impfausweis wird die Impfung festgehalten, diesen müssen Schüler in Bad Segeberg nun vorzeigen.
Im Impfausweis wird die Impfung festgehalten, diesen müssen Schüler in Bad Segeberg nun vorzeigen.  © dpa/Marius Becker

An beiden Schulen werde das Gesundheitsamt in der nächsten Woche die Impfausweise von Schülern, Lehrern und Schulmitarbeitern kontrollieren, teilte der Kreis Segeberg mit.

Wer keinen ausreichenden Infektionsschutz nachweisen könne, wird wieder nach Hause geschickt.

"Eine Wiederzulassung ist nur nach zwei dokumentierten Impfungen durch Vorlage eines Impfausweises oder nach sicherem serologisch nachgewiesenem Immunschutz durch Vorlage eines Befundes oder bei gesichert durchgemachter Masernerkrankung, bescheinigt durch einen Arzt, möglich", heißt es in dem Schreiben des Gesundheitsamtes.

Eine Häufung der Masernerkrankungen in den vergangenen Wochen in verschiedenen Regionen Deutschlands hat die Diskussion um die Einführung einer Impfpflicht wieder entfacht. Ärzte warnen davor, Masern als harmlose Kinderkrankheit abzutun.

Einen anderen Weg geht der Kreis Herzogtum Lauenburg. Statt auf eine Impfpflicht setzt man dort schon seit 2014 auf eine Impfwette.

Dabei erhalten Schulklassen, die in einem festgelegten Zeitraum möglichst viele Impfausweise vorlegen können, Geldpreise für ihre Klassenkassen.

In diesem Jahr beteiligten sich nach Angaben des Kreises 69 Schulklassen an der Wette. 33 davon legten zusammen mehr als 1000 Impfpässe vor und bereicherten so ihre Klassenkassen um insgesamt 7000 Euro, sagte ein Kreissprecher.

Titelfoto: dpa/AP/Seth Wenig

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