Thüringer Ärztekammer warnt vor verspäteter Masern-Impfpflicht

Erfurt - Die Landesärztekammer Thüringen warnt vor einer möglichen späteren Einführung der Masern-Impfpflicht.

Die Landesärztekammer will, dass die Impfpflicht so schnell wie möglich eingeführt wird. (Symbolbild)
Die Landesärztekammer will, dass die Impfpflicht so schnell wie möglich eingeführt wird. (Symbolbild)  © DPA

Es sei "völlig unverständlich, warum dieser mehr als sinnvolle und notwendige Beschluss zur Impfpflicht verschoben werden soll", sagte Kammerpräsidentin Ellen Lundershausen.

Am Freitag beschäftigt sich der Bundesrat mit dem Thema. Der Kulturausschuss hat beantragt, die Impfpflicht um ein Jahr - auf März 2021 - zu verschieben und dafür den Vermittlungsausschuss von Länderkammer und Bundestag einzuberufen. Die Erfolgsaussichten sind nach Einschätzung der Thüringer Staatskanzlei allerdings fraglich.

Nach einem Beschluss des Bundestages vom November soll die Impfpflicht ab März 2020 gelten. Für Kinder, die bereits eine Kita oder die Schule besuchen, muss der Impfnachweis demnach bis Ende Juli 2021 erbracht werden.

Auch das Personal in Kindergärten, Schulen und Krankenhäusern muss sich künftig gegen die extrem ansteckenden Masern impfen lassen.

In vielen Einrichtungen ist eine Impfung gegen Masern schon zur Pflicht geworden. (Symbolbild)
In vielen Einrichtungen ist eine Impfung gegen Masern schon zur Pflicht geworden. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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