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Massenmord im KZ: Ehemaliger SS-Mann steht vor Gericht

Ein Gericht hat Anklage gegen ehemaligen SS-Wachmann aus Hamburg wegen tausendfachen Mordes erhoben.

Mehr als 70 Jahre nach Kriegsende steht ein 92-jähriger KZ-Wachmann vor Gericht. Er ist nicht der einzige, dem auch heute noch der Prozess gemacht wird.

Hamburg - Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat Anklage gegen einen 92-jährigen ehemaligen SS-Wachmann wegen Beihilfe zum 5230-fachen Mord erhoben.

Besucher gehen am Eingang des Stutthof Museums in Sztutowo (Polen) vorbei, in dem an die Verbrechen im ehemaligen Konzentrationslager Stutthof erinnert wird.
Besucher gehen am Eingang des Stutthof Museums in Sztutowo (Polen) vorbei, in dem an die Verbrechen im ehemaligen Konzentrationslager Stutthof erinnert wird.

Der Hamburger war den Angaben zufolge von August 1944 bis April 1945 im Konzentrationslager Stutthof bei Danzig als Wachmann im Einsatz.

Dabei soll er "die heimtückische und grausame Tötung insbesondere jüdischer Häftlinge unterstützt" haben, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte.

Weil er zur fraglichen Zeit erst 17 beziehungsweise 18 Jahre alt war, soll sich der 92-Jährige vor einer Jugendstrafkammer des Landgerichts Hamburg verantworten.

Seit Sommer 1944 sei es im KZ Stutthof zur systematischen Tötung von Lagerinsassen gekommen, teilte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft mit.

"Häftlinge wurden überwiegend durch Genickschuss im Krematorium des Lagers oder durch Verabreichung von Giftgas getötet." Zahlreiche andere Gefangene seien durch bewussten Nahrungsentzug und die Verweigerung medizinischer Versorgung getötet worden.

Zu den Aufgaben des Angeklagten habe es gehörte, die Flucht, Revolte und Befreiung von Häftlingen zu verhindern.

Die vielen Rädchen der Nazi-Mordmaschinerie

Karte: Konzentrationslager im Deutschen Reich im Jahr 1944.
Karte: Konzentrationslager im Deutschen Reich im Jahr 1944.

"Die Staatsanwaltschaft wirft ihm deshalb vor, als 'Rädchen der Mordmaschinerie' in Kenntnis aller Gesamtumstände dazu beigetragen zu haben, dass der Tötungsbefehl umgesetzt werden konnte."

Die "Welt" veröffentlichte Aussagen des Mannes aus einer Vernehmung des Mannes im Sommer vergangenen Jahres im Wortlaut. Demnach räumte er seinen Einsatz in dem KZ ein, bekundete aber zugleich Mitleid mit den Opfern.

"Mir haben die Leute Leid getan, die da waren. Ich wusste nicht, warum die da waren. Ich wusste wohl, dass das Juden waren, die keine Verbrechen begangen hatten. Die nur dort drin waren, weil es Juden waren. Und die haben genau so ein Recht zu leben und zu arbeiten, wie jeder andere Mensch", soll er gesagt haben.

Es seien "Hitler oder seine Partei" gewesen, "die diesen Volksstamm ausrotten wollten". Schuldig fühle er sich nicht. "Was hätte es denn genutzt, wenn ich weggegangen wäre, dann hätten sie jemand anders gefunden", zitiert ihn das Blatt.

Im KZ Stutthof und seinen Nebenlagern sowie auf den sogenannten Todesmärschen zu Kriegsende starben nach Angaben der für die Aufklärung von NS-Verbrechen zuständigen Zentralstelle in Ludwigsburg rund 65.000 Menschen.

Es ist nicht der erste Prozess gegen einen Stutthof-Wachmann

Zu Beginn des Prozesses gegen einen ehemaligen SS-Mann sitzt der Angeklagte im Landgericht auf der Anklagebank und hält mit seiner Hand seinen Gehstock fest. Das Landgericht Münster hat das Verfahren gegen einen ehemaligen SS-Wachmann im Konzentrationslag
Zu Beginn des Prozesses gegen einen ehemaligen SS-Mann sitzt der Angeklagte im Landgericht auf der Anklagebank und hält mit seiner Hand seinen Gehstock fest. Das Landgericht Münster hat das Verfahren gegen einen ehemaligen SS-Wachmann im Konzentrationslag

Das Landgericht Münster hatte zudem bereits Anfang April einen Prozess gegen einen ehemaligen SS-Wachmann des Konzentrationslagers Stutthof eingestellt (TAG24 berichtete).

Das Verfahren war schon seit Dezember 2018 ausgesetzt, weil der 95-Jährige verhandlungsunfähig war. Das Gericht hatte sich der Auffassung eines medizinischen Gutachters angeschlossen.

In dem Prozess wurde dem Mann hundertfache Beihilfe zum Mord in den Jahren 1942 bis 1944 vorgeworfen – ebenfalls in dem deutschen KZ Stutthof bei Danzig.

Und auch in weiteren, vorherigen Verhandlungen, konnten Gerichte nur unter starken Einschränkungen gegen ehemalige SS-Wachmänner verhandeln, denen Beihilfe zum Mord oder Ähnliches vorgeworfen wurde.

Gutachter kamen schon öfter zu dem Ergebnis, dass die zu dem Zeitpunkt bereits meist über 90 Jahre alten Männer aus körperlich und psychisch nur eingeschränkt verhandlungsfähig seien

So wichtig es ist, Prozesse wie diese zu eröffnen und zu führen, so richtig ist es auch, wenn Verfahren wegen Verhandlungsunfähigkeit vorzeitig und ohne Urteil beendet werden. Beides, Eröffnung und früher Abbruch, zeugen von der Konsequenz unseres Rechts, erklärten schon die Westfälischen Nachrichten zum Prozess in Münster – auch wenn die Entscheidung aus Sicht der Opfer nur schwer verständlich, schmerzhaft und kaum zu ertragen sein mag.

In Hamburg ist der Prozessausgang im Fall des ehemaligen, inzwischen 92-jährigen SS-Wachmanns aktuell noch offen.

Fotos: DPA

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