Bewaffnet mit Machete und Straßenschildern: Junge (13) bei Massenschlägerei verletzt!

Berlin - Wegen einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen in Berlin-Neukölln ist die Polizei zu einem größeren Einsatz ausgerückt.

Bei einer Massenschlägerei in Berlin-Neukölln wurden mehrere Menschen verletzt.
Bei einer Massenschlägerei in Berlin-Neukölln wurden mehrere Menschen verletzt.  © Morris Pudwell

Rund um die Fulda- und Weserstraße sei es am Dienstagnachmittag gegen 16 Uhr zu der Ausschreitung gekommen, sagte eine Polizeisprecherin. Es werde wegen Landfriedensbruchs ermittelt.

Bisherigen Ermittlungen der Polizei zufolge soll zunächst ein Auto angegriffen worden sein, mit dem zwei 22 und 36 Jahre alte Männer auf dem Weg zu einem Gespräch waren. Dabei wurde das Auto beschädigt.

Daraufhin stiegen die Insassen aus und es kam zu einer handfesten Auseinandersetzung mit insgesamt 40 bis 50 Menschen. Diese schlugen mit Verkehrsschildern um sich und setzten Reizgas ein.

Der 22 Jahre alte Mann wurde am Kopf, den Armen und am Rumpf verletzt, der 36-Jährige erlitt Kopf- und Beinverletzungen. Ein weiterer Mann (28) litt danach unter Augenreizungen, ein erst 13 Jahre alter Junge musste mit einer Kopfverletzung ambulant behandelt werden.

Die Polizei war mit rund 60 Einsatzkräften vor Ort.
Die Polizei war mit rund 60 Einsatzkräften vor Ort.  © Morris Pudwell

Die Weserstraße war in Teilen während des Polizeieinsatzes bis 19.20 Uhr gesperrt. Die Polizei stellte Messer sowie eine Machete sicher.

Der Grund für die Schlägerei ist bislang noch unklar, die Ermittlungen dauern an. Die Polizei hat Strafanzeigen wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung gestellt.

Es ist nicht der erste größere Einsatz der Polizei in dieser Gegend. Bereits am Montagnachmittag sollen sich 10 bis 15 Menschen auf einem Gehweg gestritten haben, zwei Männer wurden durch Schnitte verletzt. Mitte August hatten sich Mitglieder zweier arabischstämmiger Großfamilien ebenfalls in der Fuldastraße geprügelt.

Auch dabei wurden zwei Männer durch Stiche verletzt. Kurz darauf brach der Streit erneut auf und zog bis zu 100 Schaulustige an. Die Polizei musste die Straße zeitweise für den Verkehr sperren.

Ob ein Zusammenhang zwischen den Auseinandersetzungen besteht, wird derzeit ermittelt.

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