Polizei zu Herbstmesse-Vorfall: Keine Massenschlägerei auf dem Rummel

Magdeburg - Dieser Abend hätte nicht schlimmer enden können. Auf der sogenannten Herbstmesse auf der Stadtteilinsel Werder in Magdeburg ist es am Montag, gegen 20.15 Uhr, zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen und einer weiteren Personengruppe gekommen. Drei Menschen wurden dabei verletzt.

Einige der Jugendlichen mussten ambulant behandelt werden.
Einige der Jugendlichen mussten ambulant behandelt werden.  © Tom Wunderlich

Nach ersten Informationen waren etwa 30 Jugendliche mit einer anderen Personengruppe, mutmaßlich Mitarbeiter der Herbstmesse aneinandergeraten. Was dann folgte, ist bisher noch unklar.

Fest steht, dass die Polizei mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften anrücken musste, um der Situation Herr zu werden. Zahlreiche Jugendliche, teils stark alkoholisiert, erhielten von den Beamten einen Platzverweis.

Einige mussten sogar von ihren Eltern abgeholt werden. Dabei habe ein Teenie besonders herausgestochen, indem er sich außerordentlich rüpelhaft gegenüber den Polizisten verhielt. Die Beamten wiesen den jungen Mann zurecht und ließen ihn daraufhin noch einen Atemalkoholtest ablegen, der einen Wert von fast einem Promille ergab.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Diese sollen Aufschluss darüber geben, was genau sich auf dem Werder zugetragen hat.

Update, 10.15 Uhr:

Die Polizei hat weitere Informationen zu dem Vorfall herausgegeben. Demnach soll sich eine Gruppe von etwa 30 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 20 Jahren gegen 20 Uhr auf der Herbstmesse aufgehalten haben.

Als sich einige der jungen Leute hinter einen Autoscooter begeben wollten, kam es zu Streitigkeiten mit dem Betreiber und hinzugerufenen Sicherheitsleuten. Dabei kam es auch zu Handgreiflichkeiten, wobei drei Jugendliche leichte Verletzungen (Prellungen, Platzwunden) erlitten. Nach Personalienfeststellung wurden den überwiegend alkoholisierten Jugendlichen durch die Polizei Platzverweise erteilt.

Laut Polizei soll es sich bei dem Vorfall um keine Massenschlägerei gehandelt haben. Eventuell sei dieser Eindruck durch die große Personenanzahl, die vor Ort war, entstanden.

Update, 10.05 Uhr:

Grund für die Auseinandersetzung soll ein Streit mit einem Betreiber eines Fahrgeschäfts gewesen sein. Die Fahrgäste hätten sich nicht an seine Anweisungen gehalten. Wie viele Personen genau an dem Vorfall beteiligt waren, ließ die Polizei aktuell noch offen. Insgesamt gab es drei Anzeigen wegen Körperverletzung.

Polizeibeamte weisen einen der Jugendlichen zurecht.
Polizeibeamte weisen einen der Jugendlichen zurecht.  © Tom Wunderlich

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