Max ist noch Jungfrau und vier weitere Geheimnisse

Das Röntgen des Vorderfußes von max brachte sein Leiden zu Tage: Eine Entzündung, die durch eine verletzung entstanden ist.
Das Röntgen des Vorderfußes von max brachte sein Leiden zu Tage: Eine Entzündung, die durch eine verletzung entstanden ist.

Von Anneke Müller

Dresden - Krokodil Max (knapp 60) darf weiterleben! Sein Leiden rührt wahrscheinlich von einer Entzündung durch eine Verletzung am rechten Vorderfuß her und nicht - wie befürchtet - von einem Nierenproblem.

Diese Diagnose des am längsten im Zoo lebenden Bewohners sorgte am Dienstag allseits für Erstaunen. Doch Max verbirgt noch mehr Überraschendes ...

  • Er war beispielsweise, seit er 1958 in den Dresdner Zoo kam, noch nie krank. Erst mit knapp 60 Jahren streikte seine Gesundheit erstmals.
  • Obwohl das Leistenkrokodil als sehr gefährlich eingestuft wird, hat Max noch nie jemanden mit seinen 38 Zähnen (die bei Ausfall sogar nachwachsen) gebissen. Im Gegenteil: Zu seinem Pfleger Michael Hoffmann (seit 1979) hat er wahrscheinlich die wohl engste Mensch-Kroko-Bindung, die es je gab. Das Reptil hört auf Hoffmanns Stimme.
Während der Untersuchung von MAx.
Während der Untersuchung von MAx.
  • Bei aller Lethargie, die Max ansonsten walten lässt: Es gibt auch etwas, das ihn aus der Fassung bringt - Max hört sehr gut, zu viel Lautstärke versetzt ihn in helle Aufregung, er wird nervös.
  • In der Liebe ist Max allerdings völlig unerfahren: Der stattliche Kroko-Mann hatte noch nie eine Frau. Die ersten ein, zwei Jahre lebte er in Dresden zwar mit anderen Krokodilen zusammen, doch da war er noch ein Kind - Leistenkrokodilmännchen sind erst ab 16 Jahren geschlechtsreif. Wie er darüber denkt, bleibt sein Geheimnis.
  • Möglicherweise wird Max sogar ein Leben nach dem Tod haben: Als nicht ausgeschlossen gilt, dass er für die Nachwelt ausgestopft wird.
Max in jungen Jahren. Der einst flotte Kroko-Mann hatte noch nie eine Frau.
Max in jungen Jahren. Der einst flotte Kroko-Mann hatte noch nie eine Frau.

Doch erst einmal heißt es weiter Daumendrücken:

Max wird jetzt mit Antibiotika, schmerz- und entzündungshemmenden Mitteln behandelt und bleibt erst einmal hinter dem Holzverschlag auf seiner Insel liegen.

Gerade die Krankheit zeigte Zoodirektor Karl-Heinz Ukena (44), was für ein Überraschungstier Max ist:

„Er ist so zäh und es ist überwältigend, wie sehr ihn seine Fans lieben.“

Fotos: Zoo Dresden


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