Tödliches Zugunglück: Jetzt steht die Ursache endlich fest

Maxdorf/Wulfen - Rund fünf Monate nach dem Tod eines 27 Jahre alten Lastwagenfahrers beim Zusammenstoß mit einem IC im Landkreis Anhalt-Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt.

Ein IC-Waggon wurde stark beschädigt.
Ein IC-Waggon wurde stark beschädigt.  © Tom Wunderlich

Den Ermittlungen, Gutachten und Zeugenaussagen zufolge umfuhr der 27-jährige Berliner die geschlossene Halbschranke, wie die Staatsanwaltschaft in Dessau-Roßlau mitteilte.

Trotz Notbremsung habe der Lokführer den Zusammenstoß nicht verhindern können. Es habe auch keine Störungsmeldungen zur Schranke gegeben.

Die Ermittlungen seien nun eingestellt worden, weil der Lkw-Fahrer als alleiniger Verursacher infolge seiner Tat gestorben sei.

Das Zugunglück hatte sich am 23. August 2018 zwischen Maxdorf und Wulfen ereignet (TAG24 berichtete).

Nach dem Aufprall kam der Intercity erst nach etwa 500 Metern zum Stehen. Ein Waggon des Zuges wurde zudem stark beschädigt.

Der Lokführer sowie dessen Begleiter (41, 58) wurden leicht verletzt. In dem IC waren etwa 50 Fahrgäste, die unverletzt blieben.

Der Hänger des Lastwagens steht auf den Gleisen. Das Führerhaus wurde etwa 500 Meter weit mitgeschleift.
Der Hänger des Lastwagens steht auf den Gleisen. Das Führerhaus wurde etwa 500 Meter weit mitgeschleift.  © Matthias Strauß
Der Lkw-Fahrer (27) hatte keine Chance, er war sofort tot.
Der Lkw-Fahrer (27) hatte keine Chance, er war sofort tot.  © Tom Wunderlich

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