"Tragischer Held": Wird Maxime Awoudja beim VfB Stuttgart zum Publikumsliebling?

Stuttgart - Er war der vermeintliche Pechvogel beim 2:1 (2:1)-Auftaktsieg des VfB Stuttgart über Hannover 96 (TAG24 berichtete): Maxime Awoudja.

Die Trainer bei der Begrüßung vor dem Anpfiff: Stuttgarts Tim Walter (l.) und Hannovers Mirko Slomka.
Die Trainer bei der Begrüßung vor dem Anpfiff: Stuttgarts Tim Walter (l.) und Hannovers Mirko Slomka.

Die Partie gegen Mitabsteiger Hannover 96 schrieb die 39. Minute, als der 21-jährige Verteidiger mit seinem ersten Ballkontakt die Kugel wunderschön ins Tor lupfte.

Nur leider ins eigene, wodurch er den 1:2-Anschlusstreffer für die Niedersachsen verschuldete.

Awoudja wurde erst vier Minuten zuvor für den verletzten Marcin Kaminski eingewechselt und wirkte überfordert. Doch der 21-Jährige rappelte sich auf.

"Wie der Junge in der zweiten Halbzeit aufgestanden ist, trotz der großen Kulisse...", war VfB-Sportdirektor Sven Mislintat im Anschluss an die Partie beeindruckt.

Awoudja spielte eine "blitzsaubere zweite Halbzeit", so Mislintat, der den 21-Jährigen erst im Sommer von der Reserve des FC Bayern nach Stuttgart lotste.

Auch VfB-Coach Tim Walter war mit dem ersten Pflichtspielauftritt Awoudjas im Trikot der Schwaben voll und ganz zufrieden. Für ihn war er der "tragischen Held" der Partie.

Mit seinem ersten Ballkontakt erzielte Maxime Awoudja ein spektakuläres Eigentor.
Mit seinem ersten Ballkontakt erzielte Maxime Awoudja ein spektakuläres Eigentor.  © imago images / Eibner

Denn das spektakuläre Eigentor war nicht die einzige Geschichte rund um den gebürtigen Münchner mit togolesischen Wurzeln.

So flog Awoudja in der 85. Minute nach einem vermeintlichen Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz.

In den Augen der VfB-Verantwortlichen eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters Dr. Felix Brych: Awoudja ist "zu Unrecht" des Feldes verwiesen worden, so Trainer Walter.

Sportdirektor Mislintat sprach von mangelnder Verhältnismäßigkeit bei den Entscheidungen des Referees.

Immerhin bewiesen die VfB-Fans Fingerspitzengefühl, als Awoudja niedergeschlagen den Platz verließ. Wie bereits nach seinem Eigentor applaudierte der Stuttgarter Anhang dem vermeintlichen Pechvogel.

Dies gefiel VfB-Coach Walter: Er beschrieb die Fanreaktion als "extrem geil", wie die "Bild" berichtete.

Und tatsächlich: Wie die Stuttgarter Fans Awoudja feierten, war beeindruckend. Vielleicht befindet sich der 21-Jährige sogar auf dem besten Wege zum schwäbischen Publikumsliebling. Nach der heftigen Knieverletzung von Konkurrent Kaminski (TAG24 berichtete) wird Awoudja jedenfalls noch häufiger die Möglichkeit bekommen sich zu beweisen. Kaminski ist übrigens mit seinem Kreuzbandriss und dem halben Jahr Pause der viel größere Pechvogel.

Awoudja ist aller höchstens der tragische Held mit kleineren Anlaufschwierigkeiten.

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