Maxi Arnold über Protest an Montagsspielen: Atmosphäre wie "auf dem Bolzplatz"!

Wolfsburg - Maximilian Arnold stellte sich nach den Fanprotesten gegen Montagsspiele auf die Seite der Anhänger: "Ich kann es verstehen", so der gebürtige Riesaer nach dem 1:1 seines VfL Wolfsburg gegen die TSG 1899 Hoffenheim.

Maximilian Arnold (Zweiter von rechts) hielt mit dem VfL Wolfsburg vor enttäuschender Kulisse die Bundesliga-Fahne beim 3:1-Sieg in der Europa League gegen den PFK Olexandrija hoch.
Maximilian Arnold (Zweiter von rechts) hielt mit dem VfL Wolfsburg vor enttäuschender Kulisse die Bundesliga-Fahne beim 3:1-Sieg in der Europa League gegen den PFK Olexandrija hoch.  © Peter Steffen/dpa

Schließlich sei der Termin am Montagabend um 20.30 Uhr gerade für Auswärtsfans "schon ein Brett."

Trotzdem findet Arnold das "schade für den Fußball", denn Stimmung kam so nicht auf: "Wenn 20.000 Zuschauer leise sind, dann ist das wie auf dem Bolzplatz. Da hörst du draußen auch die Leute quatschen.", so der frühere Jugendspieler von Dynamo Dresden.

Ohnehin ist Wolfsburg mal wieder unzufrieden mit den Zuschauerzahlen. So hatte es erst am vergangenen Donnerstag ähnliche Aussagen der Akteure gegeben.

Denn da waren nicht wie gegen Hoffenheim immerhin noch 21.120 Zuschauer in der Volkswagen Arena, sondern nicht mal die Hälfte!

Lediglich 10.112 Anhänger ließen sich trotz selbstironischer Versuche ins Stadion locken (TAG24 berichtete).

Die nicht anwesenden Fans verpassten einen souveränen 3:1-Sieg gegen den ukrainischen Vertreter PFK Olexandrija, was gleichbedeutend mit dem einzigen Dreier einer Bundesliga-Mannschaft am 1. Spieltag der Europa League war.

Arnold meinte nach dem Spiel dazu: "Die Leute, die heute da waren, sind die wahren Fans" und fügte hinzu: "Wer den Fußball liebt und Fußball sehen will, der kommt auch zu solchen Spielen ins Stadion."

Maximilian Arnold und der VfL Wolfsburg sind bislang ungeschlagen

Maximilian Arnold fand es schade, dass das Interesse am ersten Wolfsburger Europa-League-Spiel seit drei Jahren so gering war. (Archivbild)
Maximilian Arnold fand es schade, dass das Interesse am ersten Wolfsburger Europa-League-Spiel seit drei Jahren so gering war. (Archivbild)  © Swen Pförtner/dpa

Zwar sei der Gegner "nicht Real Madrid. Aber ich finde es gehört dazu, dass man trotzdem ins Stadion kommt."

Deshalb fand er das geringe Interesse am ersten internationalen VfL-Spiel seit knapp drei Jahren "nicht gut".

Sein Trainer Oliver Glasner sah die schwache Kulisse hingegen als Ansporn. "Wir sehen das als unsere Aufgabe an, die Fans für unsere Reise durch Europa zu mobilisieren", so der Coach.

Doch am Standort Wolfsburg ist es weiterhin schwer, einen größeren Zuschauerstamm für sich zu gewinnen.

Denn bei VW, dem größten Arbeitgeber der Autostadt, wird im Schichtsystem gearbeitet, was sich natürlich auch auf die Abendspiele unter der Woche auswirkt.

Dazu hat es der VfL über viele Jahre hinweg verpasst, hungrige Jungwölfe aus dem herausragenden eigenen Nachwuchs in die Mannschaft einzubauen und so für eine größere regionale Identifikation zu sorgen.

Mit Robin Knoche und eben Arnold, der seit zehn Jahren beim VfL spielt, kommen lediglich zwei Akteure aus der eigenen Jugend regelmäßig zum Einsatz. Eine schnelle Lösung ist für die in dieser Spielzeit weiterhin ungeschlagenen Wolfsburger in dieser leidigen Angelegenheit nicht in Sicht.

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