Revierderby in Russland! Ex-Schalker Höwedes bezwingt Ex-BVB-Kicker Philipp!

Moskau (Russland) - Am Ende durfte Benedikt Höwedes (31) jubeln! Der frühere Kapitän des FC Schalke 04 durfte sich über einen Derby-Sieg gegen seinen ehemaligen Mannschaftskollegen Roman Neustädter (31) und den Ex-Dortmunder Maximilian Philipp (25) freuen.

Roman Neustädter (M.) spielte insgesamt vier Jahre mit Benedikt Höwedes (r.) zusammen beim FC Schalke 04.
Roman Neustädter (M.) spielte insgesamt vier Jahre mit Benedikt Höwedes (r.) zusammen beim FC Schalke 04.  © Fredrik von Erichsen/dpa

Danach hatte es zu Beginn allerdings nicht ausgesehen: Denn FK Dynamo Moskau ging bereits in der dritten Minute in Führung - durch Philipp!

Der gebürtige Berliner verwandelte einen Freistoß aus halblinker Position direkt. Von der Unterkante der Latte sprang der Ball an den Körper von Lok-Keeper Guilherme, von dort an den Innenpfosten und anschließend in den Kasten der Gäste.

Dynamo lag früh mit 1:0 vorne, konnte das Ergebnis allerdings nicht halten. Denn die beiden Hoffnungsträger des russischen Fußballs drehten die Partie: Erst traf Aleksey Miranchuk vom Elfmeterpunkt zum 1:1 (28. Minute), kurz vor Schluss entschied sein Zwillingsbruder Anton Miranchuk das Spiel. Nach einem herrlichen Doppelpass traf der Offensivmann zum 2:1 (82.).

Philipp wurde in der 83. Minute ausgewechselt. Er deutete an, dass er die dringend benötigte Offensiv-Verstärkung für Dynamo sein kann.

Gleiches gilt für Neustädter, der ebenfalls das erste Mal für seinen neuen Arbeitgeber auf dem Rasen stand und im rechten defensiven Mittelfeld aufgestellt wurde.

Benedikt Höwedes startete mit Lokomotiv Moskau stark in die Saison

Ex-BVB-Kicker Maximilian Philipp (l.) traf für den FK Dynamo Moskau zum zwischenzeitlichen 1:0 gegen Lokomotiv Moskau. Am Ende durfte aber der Ex-Schalker Benedikt Höwedes jubeln. (Bildmontage)
Ex-BVB-Kicker Maximilian Philipp (l.) traf für den FK Dynamo Moskau zum zwischenzeitlichen 1:0 gegen Lokomotiv Moskau. Am Ende durfte aber der Ex-Schalker Benedikt Höwedes jubeln. (Bildmontage)  © Peter Steffen/dpa

In der Innenverteidigung findet sich mit Toni Sunjic (früher VfB Stuttgart) ein weiterer Deutschland-erfahrener Akteur, der allerdings nach 64. Minuten verletzt ausgewechselt werden musste.

Der vierte frühere Bundesliga-Profi in Reihen von Dynamo hatte ebenfalls wenig zu lachen: Konstantin "Kocka" Rausch (früher aktiv bei Hannover 96, 1. FC Köln, SV Darmstadt 98 und Stuttgart) saß 90 Minuten auf der Bank.

Auch sonst war der Start in die Premier-Liga-Saison holprig: Dynamo steht mit fünf Punkten aus sechs Spielen nur auf Tabellenplatz dreizehn und hat ein Torverhältnis von 4:6.

Damit ist der Rückstand auf die Lokalrivalen Lok, Spartak und ZSKA Moskau schon entsprechend groß. Deshalb müssen sich die Neuen wie Philipp und Neustädter möglichst sofort als Verstärkungen erweisen, um Dynamo im Ranking klettern zu lassen.

Die Mannschaft von Höwedes kam dagegen richtig gut aus den Startlöchern. Bei erfahrenen und namhaften Spielern wie Vedran Corluka, Fedor Smolov, Grzegorz Krychowiak, den Miranchuks und dem aktuell mit einer Knieverletzung ausfallenden nächsten Ex-Schalker Jefferson Farfan ist das allerdings auch keine große Überraschung.

So steht Lok in der Tabelle mit dreizehn Zählern nur einen Punkt hinter Zenit St. Petersburg auf einem starken zweiten Rang und hat ein Torverhältnis von 11:5.

Titelfoto: Peter Steffen/dpa

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