Nach Mega-Shitstorm: McDonald's zieht Werbespot zurück

Nach einem Mega-Shitstorm zieht McDonald's einen britischen Werbespot zurück.
Nach einem Mega-Shitstorm zieht McDonald's einen britischen Werbespot zurück.

London - Dieser Werbeclip geht durch Mark und Bein! Nach heftiger Kritik zieht McDonald's einen in Großbritannien veröffentlichten TV-Spot zurück.

In dem emotionalen 90-Sekunden-Video geht es um einen Jungen, der seinen Vater verloren hat. Von seiner Mutter möchte er nun wissen, wie sein Papa war.

Die beiden spazieren daraufhin durch die Stadt. "Dein Vater war groß und knuddelig. Groß wie ein Haus. Und richtig große Hände", schwärmt die Mutter. Traurig blickt der Junge auf seine noch kleinen Hände.

Und auch die immer blitzblanken Schuhe des Vaters kann der Junge nicht vorweisen, an seinen Füßen stecken schmuddelige Chucks.

"Papa hat Fußball gespielt, oder?", will der Junge wissen, als die beiden an einer Gruppe kickender Jungs vorbeikommen. "Ja, er war gut, Kapitän, glaube ich", antwortet sie. Doch beim Versuch, den Fußballern den Ball zurückzuschießen, versagt der Junge.

In dem Clip geht es um einen Jungen der seinen Vater verloren hat und nach Gemeinsamkeiten mit seinem Papa sucht.
In dem Clip geht es um einen Jungen der seinen Vater verloren hat und nach Gemeinsamkeiten mit seinem Papa sucht.

Und doch will er die Hoffnung nicht aufgeben, doch noch eine Gemeinsamkeit zu seinem verstorbenen Vater zu finden: "Hatte er blaue Augen, so wie ich?" - "Nein, braune!"

Es scheint also tatsächlich, als gäbe es keine Verbindung zwischen ihm und seinem Papa. Doch dann betreten die beiden eine McDonald's-Filiale. Mit dem Tablett am Tisch angekommen, öffnet der Junge seinen Burger-Karton.

"Den hatte Dein Vater auch am liebsten", schmunzelt die Mutter. Mit großen Augen schaut der Sohn sie an und scheint sichtlich erleichtert und stolz, dass er endlich eine Gemeinsamkeit finden konnte.

Aber im Ernst? Ein Burger als Trost für ein verstorbenes Elternteil? Die Netzgemeinde konnte es einfach nicht fassen. Auf Twitter liefen die User gegen den Spot Sturm.

"Ich habe wirklich keine Ahnung, was sich das McDonald's-Team bei dem Spot gedacht hat. Mein Vater hat sich selbst umgebracht, als ich 16 war, und kein verdammter Chicken Nugget könnte diese Lücke füllen", schießt eine gegen die Fastfood-Kette.

Mit Erfolg! McDonald's zieht den Spot zurück und lässt ihn nicht weiter im TV laufen. "Es war nicht unsere Absicht, irgendwen zu verletzen. Es tut uns besonders leid, dass die Werbung die Menschen enttäuscht hat, die uns am wichtigsten sind - unsere Kunden", teilte das Unternehmen gegenüber CNN mit.

Klar sollen Werbespots den Konsumenten auch emotional erreichen, mit diesem Spot ist McDonald's aber eindeutig einen Schritt zu weit gegangen.


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