MDR-Experiment: Familie Döring will ihr Leben klimafreundlicher gestalten

Magdeburg - Der Klimawandel beschäftigt unsere Generation wie nie zuvor. Dass vor allem junge Menschen zum Beispiel der Erderwärmung einen Riegel vorschieben wollen, zeigten das große Plus für die Grünen bei den letzten Europa- und Kommunalwahlen. Das MDR-Fernsehen hat eine Magdeburger Familie für einen CO2-Test gewinnen können und will gemeinsam mit ihr herausfinden, durch welche (einfachen) Veränderungen etwas für die Umwelt getan werden kann.

In dem vierwöchigen Experiment wurde Familie Döring von Umweltpsychologin Annalena Becker (l.) unterstützt.
In dem vierwöchigen Experiment wurde Familie Döring von Umweltpsychologin Annalena Becker (l.) unterstützt.  © MDR/David Bochmann

Annalena Becker ist auf dem Weg zu den Dörings. Die Umweltpsychologin begleitet die vierköpfige Familie bei einem vierwöchigen Experiment, wie man effektiv CO2 sparen und der Umwelt so helfen kann.

Vater Thomas ist 35 Jahre alt und Krankenpfleger, ernährt sich äußerst fleischreich. Das ist direkt der erste negative Punkt. Seine Frau Jennifer (40) macht gerade eine Ausbildung zur Krankenschwester. Ihr Problem? "Ich lasse gern überall alles laufen!"

Gemeinsam mit ihren Kindern Charlotte (11) und Jakob (7) wollen die Dörings herausfinden, wie sich ihr Alltag und ihr Verhalten ändern muss, um Kohlenstoffdioxid zu sparen oder gar zu vermeiden.

Einen positiven Aspekt hat die Familie schon auf dem Parkplatz vor dem Haus stehen: Ein Hybridauto und mehrere Solarzellen auf dem Dach sorgen im Vergleich für geringe CO2-Belastungen.

Nach der Aufstellung des Ist-Zustands der handballbegeisterten Familie wird klar: Vor allem Mama Jenny liegt mit ihren 14,59 Tonnen CO2 pro Jahr deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 11,6 Tonnen. Besonders ein geplanter Flug nach New York sprengt ihren Wert. Bei ihrem Ehemann hauen ein Flug nach Gran Canaria und die fleischreiche Ernährung rein, er kommt aber immerhin auf "nur" knapp 9 Tonnen CO2-Verbrauch im Jahr. Die Kinder liegen bei rund 7 Tonnen. Der Schulweg mit dem Rad beziehungsweise per Fuß schlagen positiv ins Gewicht.

Alltägliches Verhalten zu ändern "ist so ziemlich das schwerste"

Die Dörings zu Gast in einem Unverpackt-Laden.
Die Dörings zu Gast in einem Unverpackt-Laden.  © MDR/David Bochmann

Dr. Ellen Matthies von der Magdeburger Otto-von-Guericke-Universität erklärt, dass es langfristige Veränderungen im Alltag geben muss. "Man betrachtet meistens das alltägliche Verhalten. Das zu verändern ist so ziemlich das schwerste, das wir uns vornehmen können", so die Umweltpsychologin.

Die vierköpfige Familie setzt sich als Ziel, ihren CO2-Verbrauch im Jahr um 15 Prozent zu senken. "Je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt, umso anstrengender wird es", sagt Papa Thomas. "Man stellt fest, dass man so viel CO2 verbraucht, was eigentlich völlig unnötig ist."

Charlottes Freundin Mia, die zu Besuch ist, findet es "erschreckend, was alles im Meer herumschwimmt. Und dass die Menschheit dafür selbst verantwortlich ist."

Den Dörings unterstützend zur Seite steht auch Energieberater Hans-Joachim Döll. Er kümmert sich um die Heizsituation im Haus. Er weiß: "Ein Grad mehr Raumtemperatur bedeuten sechs Prozent mehr Heizkosten." Selbst die Position des großen Ecksofas

In der Reportage "Heute schon die Welt gerettet?" geht es auch um LED-Glühbirnen, Unverpackt-Läden und Mülltrennung. Auf welche Ideen die Dörings kommen, wie sich ihr Alltag verändert und worauf sie fortan verzichten, seht Ihr ab 22 Uhr im MDR-Fernsehen.

Schafft es Familie Döring, CO2 zu sparen? Und wie wird sich ihr Alltag in Zukunft verändern?
Schafft es Familie Döring, CO2 zu sparen? Und wie wird sich ihr Alltag in Zukunft verändern?  © MDR/David Bochmann

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