Sahra Wagenknecht im Riverboat: In den 70ern plante sie ein Attentat

Leipzig - Sahra Wagenknecht (50) zu Gast im "MDR-Riverboat"! Im Gespräch mit den Moderatoren Kim Fisher (50) und Jörg Kachelmann (61) ging die Ex-Linken-Chefin nicht nur auf ihren Rücktritt aus der Partei ein, sondern offenbarte sogar ein überraschendes Geheimnis.

Sahra Wagenknecht war am Freitag zu Gast im "MDR-Riverboat"...
Sahra Wagenknecht war am Freitag zu Gast im "MDR-Riverboat"...  © Kay Nietfeld/dpa

So gestand die 50-Jährige, dass sie in den 70er-Jahren, im Alter von acht Jahren, geplant habe, den persischen Herrscher zu beseitigen.

"Der Schah von Persien, der damals noch im Amt war, sollte irgendwann in den siebziger Jahren nach Ostberlin kommen. Mein Vater war gegen den Schah, das wusste ich", erzählt Wagenknecht. "Also war er für mich das personifizierte Böse, in meiner kleinen kindlichen Welt."

Kurz zur Erinnerung: Sahra Wagenknechts Vater stammt aus dem Iran, ihre Eltern hatten sich in Ostberlin kennengelernt. Zweieinhalb Jahre nach ihrer Geburt ging ihr Vater in seine Heimat zurück. "Das war für mich ein riesengroßer Einschnitt. Mit zweieinhalb Jahren hat man schon Erinnerungen an den Vater. Er war für mich eine wichtige Bezugsperson und ich habe immer gehofft, wann kommt er denn wieder."

Mit der Beseitigung des Schahs habe sie ihren Vater zurückholen wollen. "Es gab Gut und Böse, der war böse und ich dachte, wenn der weg ist, kommt mein Vater wieder", so die 50-Jährige. "Aber ich denke, die Pläne wären ohnehin daran gescheitert, dass man in der DDR nicht einfach an Waffen kam und als Achtjährige schon gleich gar nicht. Außerdem hätte ich ja so ein Waffending ohnehin nicht bedienen können. Mir ging es einfach nur um den Wunsch, meinen Vater zurückzuholen."

Trotz des Wunsches, ihren Vater wiederzusehen, war Sahra Wagenknecht noch nie im Iran. Die Frage, warum sie sich nicht auf die Suche nach ihm gemacht hat, konnte sie nicht beantworten. "Früher habe ich immer gedacht, wenn die Mauer auf ist, dann fahre ich einfach hin. Aber irgendwie habe ich es dann doch nicht gemacht", erklärt sie.

"Das hat auch sicher etwas mit den politischen Verhältnissen dort zu tun. Ich müsste mich verschleiern und ich glaube, ich bin nach iranischem Recht sogar iranische Staatsbürgerin, weil mein Vater Iraner ist. Das alles hat mich bisher abgehalten. Irgendwie habe ich eine Scheu davor."

Und offenbarte gegenüber den Moderatoren Kim Fisher und Jörg Kachelmann ein überraschendes Geheimnis.
Und offenbarte gegenüber den Moderatoren Kim Fisher und Jörg Kachelmann ein überraschendes Geheimnis.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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