Wegen Streik: Programmchaos beim MDR

Seit neun Uhr morgens streikten rund 250 MDR-Mitarbeiter in Leipzig.
Seit neun Uhr morgens streikten rund 250 MDR-Mitarbeiter in Leipzig.

Leipzig - Rund 250 Mitarbeiter des Mitteldeutschen Rundfunks sind am Freitag dem Aufruf der Gewerkschaft ver.di Rundfunk gefolgt und in einen Warnstreik getreten.

Die Sendung Brisant wird aus Solidarität möglicherweise entfallen bzw. durch eine Wiederholung ersetzt.

Nachdem sich der MDR nach Aussage der Gewerkschaft unzureichend von seinem ursprünglichen Angebot wegbewegt hat, rief ver.di die Angestellten zu einem Warnstreik auf.

Rund 250 Personen folgten dem Aufruf. Der Streik sollte zunächst nur von neun bis 12 Uhr gehen, wurde aber im Laufe des Tages bis 15:30 Uhr verlängert.

Im Zentrum der Verhandlungen steht die Höhe einzelner Honorare.

Überraschende Unterstützung kam von den Kollegen der ARD. Teile des Brisant-Teams waren beim Warnstreik vor Ort, wollten - durch das Einbeziehen der ARD - den Druck auf den MDR erhöhen. Eine mögliche Folge könnte sein, dass die für den heutigen Freitag geplante Sendung nicht live gesendet werden kann. Stattdessen muss die Sendezeit vermutlich mit einer alten Ausgabe gefüllt werden.

Ob der Druck dadurch entscheidend erhöht wurde, bleibt abzuwarten.

UPDATE 19 Uhr: Der MDR hat sich in einer Pressemitteilung zum heutigen Streik wie folgt geäußert:

„Auf dem Gelände der MDR-Sendezentrale in Leipzig wurden laufende Tarifverhandlungen heute von einem ganztägigen Warnstreik der Gewerkschaften begleitet. Deshalb konnten im MDR FERNSEHEN aktuelle Nachrichtensendungen und das Live-Nachmittagsprogramm einschließlich des Magazins „Brisant“ für das ARD-Gemeinschaftsprogramm „Das Erste“ nicht wie vorgesehen gesendet werden. Der MDR strahlte stattdessen Ersatzprogramme aus.

18.00 Uhr wurde der Streik vom DJV für beendet erklärt, der MDR sendet inzwischen wieder live das für heute angekündigte Programm.“

Fotos: PR, dpa/Ralf Hirschberger


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