Gefahr noch immer hoch: Vogelgrippe weiterhin auf dem Vormarsch

Greifswald – Nach dem Vogelgrippe-Ausbruch in einer Geflügelhaltung bei Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) sind dort alle 130 Tiere getötet worden. Um welchen Subtyp des Erregers es sich handelt, ist bislang noch offen.

Ein Schild mit der Aufschrift "Geflügelpest Sperrbezirk" steht an einer Straße.
Ein Schild mit der Aufschrift "Geflügelpest Sperrbezirk" steht an einer Straße.  © DPA

Der Nachweis eines gefährlichen H5-Vogelgrippe-Erregers in Deutschland kommt für die Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) nicht überraschend.

Die Situation habe sich zum Frühlingsende und Sommeranfang in Europa zwar deutlich entspannt, dennoch habe es immer wieder einzelne Nachweise gegeben, sagte eine Sprecherin des Forschungsinstituts am Montag.

So wurden Anfang Juli tote Wildvögel auf der dänischen Insel Vejrø positiv auf H5N6 getestet, davor auch in Großbritannien und Schweden. In Bulgarien hatte es im Sommer mehrere Ausbrüche von H5N8 in Legehennenbetrieben gegeben.

Die Gefahr, dass die Tierseuche in Deutschland auftritt, sei weiterhin hoch, hieß es vom FLI weiter. Mit dem nahenden Herbst könnten sich die Bedingungen für den Erreger in Deutschland sogar wieder verbessern. Bei sinkenden Temperaturen und mehr Feuchtigkeit blieben die Influenzaviren in der Umwelt länger stabil als bei Trockenheit und starker UV-Einstrahlung, sagte FLI-Sprecherin Elke Reinking.

Zudem kämen durch den Vogelzug wieder mehr Wildvögel an den Rastplätzen eng zusammen, was ebenfalls eine Virusübertragung begünstigen könnte.

Geflügelhalter sollten deshalb auf die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen achten und möglichst den Kontakt ihres Geflügels mit Wildvögeln vermeiden.

Titelfoto: DPA


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