Medienbericht: Amri hatte womöglich noch weitere Anschlagsziele im Visier

Das Tatfahrzeug, ein polnischer Lastwagen, steht am Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin.
Das Tatfahrzeug, ein polnischer Lastwagen, steht am Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin.  © dpa/Bundeskriminalamt (Bildmontage)

Berlin - Der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt, Anis Amri, hatte einem Medienbericht zufolge möglicherweise noch andere Anschlagsziele in Berlin im Visier.

Amri habe neben dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz auch den Alexanderplatz und den Lustgarten am Berliner Dom ausgekundschaftet, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Freitag) unter Berufung auf Akten der ermittelnden Bundesanwaltschaft und des Bundeskriminalamts (BKA).

Demnach hat Amri vier Mal den Weihnachtsmarkt auf dem Alexanderplatz inspiziert - das letzte Mal nur wenige Stunden vor dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche. Auf Amris Handy fanden die Ermittler außerdem Selfies vom Attentäter im Lustgarten vor dem Berliner Dom.

Der RND schreibt unter Berufung auf die Akten weiter, dass die Ermittler zu dem Schluss kämen, dass der stark frequentierte Bereich vor der Kirche als mögliches Anschlagsziel ein ähnliches Profil wie der Breitscheidplatz und der Alexanderplatz aufweist.

Am 19. Dezember 2016 war Amri war mit einem gestohlenen Laster in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gerast. Bei dem bislang schwersten islamistischen Anschlag in Deutschland waren zwölf Menschen getötet und annähernd 100 Menschen verletzt worden.

Titelfoto: dpa/Bundeskriminalamt (Bildmontage)


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