Diese Leipziger mischen den internationalen App-Markt auf

Das Team von Meetle werkelt täglich in der Chopinstraße im Leipziger Osten an der App.
Das Team von Meetle werkelt täglich in der Chopinstraße im Leipziger Osten an der App.  © Meetle

Leipzig - Schon mal von Meetle gehört?

Das ist eine App, die zwei waschechte Sachsen in Leipzig erfunden haben, um Menschen zusammenzubringen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

"Meetle ist etwas, um die Nähe von deinen Freunden und deinem Netzwerk zu fühlen. Es soll anregen und helfen, sich zu treffen", erklärt CEO Karl-Ludwig Wachler (31) die App, die er gemeinsam mit Axel Augstein (32) entwickelt hat.

Der Mathe-Lehrer traf den IT-Ingenieur auf einer Familienfeier. Beide verstanden sich auf Anhieb blendend und beschlossen 2013, einen Hauch der berühmt-berüchtigten kalifornischen Gründerstimmung nach Leipzig zu bringen.

Aus dem Duo ist mittlerweile ein Team von elf Leuten geworden. Im östlichen Zentrum der Messestadt tüftelt man gemeinsam an einer App, die es einem ermöglicht, sich spontan und unkompliziert mit Freunden und Familie zu treffen. Und das soll dank Meetle noch viel einfacher möglich sein, als per SMS- oder Telefonabsprache.

Bei Meetle kreiert jeder seinen eigenen Avatar. Anschließend wird dem Nutzer angezeigt, wer sich so in der Nähe befindet. Dafür muss die kostenlose App lediglich auf dem Android- oder iOS-Smartphone installiert werden.

Angezeigt werden all jene Kontakte, die sich ohnehin im Telefonbuch befinden und die ebenfalls Meetle installiert haben. Diese kann man dann direkt in der App anschreiben, um ein Treffen in der Nähe zu vereinbaren. Besonders während Festivals oder anderer Events bietet sich das Nutzen der App an.

Das Thema Datenschutz wurde bei der Entwicklung besonders groß geschrieben. So kann man sich jederzeit unsichtbar machen oder einzelne Kontakte auswählen, denen man nicht im Radar angezeigt werden möchte.

Eine genaue Ortung von Personen ist nicht möglich. "Datenschutz ist Teil des Konzepts", verspricht der Meetle-Chef. Auch ein Verkauf der App samt Nutzer-Daten an andere Firmen ist nicht geplant.

Meetle-Gründer Karl-Ludwig Wachler im Gespräch mit TAG24.
Meetle-Gründer Karl-Ludwig Wachler im Gespräch mit TAG24.  © Nico Zeißler

Für Leipzig als Stammsitz haben sich Wachler und Augstein nicht nur entschieden, weil sie sich hier privat niedergelassen haben.

"Leipzig ist einfach toll. Hier gibt es viele junge Leute und vor allem tolle Leute, die kritisch denken und viele eigene Ideen mit einbringen", erzählt Karl-Ludwig Wachler. "Vor allem der Kontakt zu anderen Start Ups macht Spaß."

Noch ist Meetle nur in der Region Sachsen bekannt. Doch im September will man an der 10.000 Nutzer-Marke kratzen. Um die App noch bekannter zu machen, soll zukünftig auch die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt werden.

Unter anderem wird man das Team von Meetle auf dem Leipziger Wasserfest, dem Gohliser Straßenfest und dem Laternenfest in Halle (Saale) kennenlernen können.

Wer keine eigenen Ideen für einen Avatar hat, schüttelt sein Handy einfach. Es kreiert dann einen eigenen lustigen Meetle-Me. Und das, so oft man will.
Wer keine eigenen Ideen für einen Avatar hat, schüttelt sein Handy einfach. Es kreiert dann einen eigenen lustigen Meetle-Me. Und das, so oft man will.  © Meetle

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