Teure Baustelle für die neue S-Bahn-Station "Ottensen" im Anmarsch!

Hamburg - Lange wurde den Bewohnern in Hamburg-Altona eine neue S-Bahn-Haltestelle zwischen den bisherigen Stationen Altona und Bahrenfeld versprochen. Im Frühsommer geht der Bau der Mega-Baustelle in die Vollen.

Dem Bauvorhaben ging eine jahrelange Auseinandersetzung mit den Bürgern des Viertels voran, nun geht die Haltestelle endlich in den Bau.
Dem Bauvorhaben ging eine jahrelange Auseinandersetzung mit den Bürgern des Viertels voran, nun geht die Haltestelle endlich in den Bau.  © Deutsche Bahn AG

An der S-Bahn-Strecke von Altona nach Blankenese/Wedel (Linien S1 und S11) soll zwischen den Stationen Altona und Bahrenfeld ein neuer S-Bahn-Haltepunkt "Ottensen" errichtet werden (TAG24 berichtete).

Als Standort der Station ist der Bereich westlich des Bahrenfelder Steindamms, ungefähr mittig zwischen den Stationen Altona und Bahrenfeld gelegen, vorgesehen.

Einen Haken gibt es, obwohl sich viele Anwohner wohl über die Zusteigemöglichkeit in die S-Bahnen freuen werden: Die Baukosten für die Haltestelle belaufen sich nach Angaben der Stadt Hamburg auf rund 22,7 Millionen Euro. Das ist deutlich mehr, als ursprünglich angenommen. Im Jahr 2012 hatte der Hamburger Senat noch mit 16 Millionen Euro gerechnet.

Nachdem die Anstrengungen, den Haltepunkt im Jahr 2020 in Betrieb zu nehmen, zunächst im Sand zu verlaufen schienen, könnte die Station Ottensen vermutlich schon Ende des kommenden Jahres in Betrieb genommen werden.

Die Planungen der Bahn und der Stadt Hamburg sehen einen modernen Haltestellenausbau vor. Aber wird die neue Station auch barrierefrei?
Die Planungen der Bahn und der Stadt Hamburg sehen einen modernen Haltestellenausbau vor. Aber wird die neue Station auch barrierefrei?  © Stadt Hamburg

Der Neubau der S-Bahnstation Ottensen ist ein gemeinsames Projekt mit der Freien und Hansestadt Hamburg. Laut der Bahn ist für die Station der Bau eines Mittelbahnsteigs mit einer Länge von 140 Metern zwischen den Gleisen vorgesehen.

Hierzu müsse das S-Bahn-Gleis in Richtung Blankenese auf dem vorhandenen Bahndamm – unter Verbreiterung der Eisenbahnüberführung – einige Meter nach Norden verschoben werden. Der Bahnsteig werde einen stufenfreien Ein- und Ausstieg in die Züge ermöglichen.

Zudem soll die Haltestelle außerdem mit einer modernen Ausstattung mit Sitzbänken, Informationsvitrinen, Ticketautomaten, Wartehäuschen zum Wetterschutz, umfassender Beleuchtung sowie mit einem Blindenleitsystem ausgestattet werden.

Nach langer Wartezeit soll der Bau nun zügig umgesetzt werden

So gestaltet sich voraussichtlich der Bau der neuen Haltestelle.
So gestaltet sich voraussichtlich der Bau der neuen Haltestelle.  © Stadt Hamburg

Ein Vorteil könnte das Bauprojekt beschleunigen: Die Bauarbeiten könnten auf den Umbau vorhandener beziehungsweise ehemaliger Betriebsanlagen der Bahn aufbauen. Es würden daher nur geringe Eingriffe in Natur und Landschaft stattfinden, heißt es von Seite der Bahn.

Da für die Bauvorbereitenden Maßnahmen bereits um die zukünftige Baustelle herum gerodet wurde, ist zum Schutz des verbleibenden Vegetationsbestandes ein landschaftspflegerischer Begleitplan vorgesehen. Außerdem würden insbesondere die Böschungsflächen im Anschluss wieder begrünt und bepflanzt.

Für die Bauabwicklung werden erschütterungs- und lärmemissionsarme Verfahren angewendet, um baubedingte Beeinträchtigungen zu minimieren. Das ist wichtig, weil einige Arbeiten auch nachts und am Wochenende durchgeführt werden müssten.

Hinzu kommt, dass für die Arbeiten an der Brücke „Bahrenfelder Steindamm“ werden voraussichtlich Straßensperrungen notwendig werden. Umleitungen werden dann entsprechend ausgeschildert.

Die Anwohner warten indes weiterhin auf die Anwohnerinformationen durch die Deutsche Bahn, die genauer über die notwendigen Arbeiten, Absperrungen und Umwege informiert.

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