Mega-Deal: Amerikaner kaufen Tophotels in Dresden

Die drei IBIS-Hotels an der Prager Straße.
Die drei IBIS-Hotels an der Prager Straße.

Von Torsten Hilscher

Dresden/leipzig - Mehrere bekannte Dresdner Hotel sind ab sofort in den Händen eines nordamerikanischen Konsortiums. Das berichtet die „Leipziger Volkszeitung“ am Mittwoch.

Bei allen handelt es sich um ehemalige Interhotels aus der DDR.

Demnach wurden das Westin Bellevue (am Goldenen Reiter), aber auch die drei IBIS-Hotels und das Pullman (ehemals Hotel Mercure) auf der Prager Straße verkauft.

Ebenfalls bei dem Deal verkauft wurde das historische Hotel Astoria am Leipziger Hauptbahnhof, hieß es im Bericht weiter. Dieses steht seit Jahren leer und ist dem Verfall preisgegeben.

Verkäufer war der US-Investor Blackstone. Der Kaufpreis soll bei insgesamt 600 Millionen Euro liegen. Zu dem Paket gehöre auch ein Hotel in Erfurt, eines in Potsdam, zwei in Berlin sowie eines in Chemnitz.

Mitglieder des Käufer-Joint Ventures laut LVZ: Starwood Capital, i-Star und Brookfield. Brookfield ist ein kanadisches Unternehmen. Starwood und seine Tochter i-Star sitzen in den USA.

Das Hotel Bellevue eröffnete 1985. Gebaut hatten es Spezialisten aus Japan. In den Neubau integrierten sie damals auch das historische Haus Große Meißner Straße 15, das durch die Proteste eine der ersten Bürgerinitiativen - entgegen Abrissplänen - erhalten worden war.

Die heutigen IBIS-Hotels wurden ab 1967 als BASTEI, KÖNIGSTEIN und LILIENSTEIN gebaut; das Pullman - bis 2008 Mercure - entstand ebenfalls Ende der 1960er Jahre als Teil der völligen Neubebauung der Prager Straße. Alle Gebäude stehen unter Denkmalschutz.

Das Hotel Westin Bellevue (im Bild mit Chef Sebastian Klink, 35).
Das Hotel Westin Bellevue (im Bild mit Chef Sebastian Klink, 35).
Das Pullman auf der Prager Straße wurde auch verkauft.
Das Pullman auf der Prager Straße wurde auch verkauft.
Auch das leerstehende Leipziger Hotel Astoria ist verkauft.
Auch das leerstehende Leipziger Hotel Astoria ist verkauft.

Fotos: Thomas Türpe (1), Holm Helis (1), dpa/Hendrik Schmidt (1)


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0