Mehr ausländische Pfleger wollen nach Hessen

Wiesbaden - Die Zahl der ausländischen Pflegekräfte in Hessen steigt. Im vergangenen Jahr stellten rund 1990 Menschen einen Antrag auf Anerkennung ihrer Qualifikation, 660 mehr als 2016.

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"Die Zahl der Antrags-Verfahren ist stetig steigend und hat sich in den letzten Jahren insbesondere bei Anträgen aus Drittstaaten deutlich erhöht", heißt es in der Antwort des Sozialministeriums auf eine Kleine Anfrage des FDP-Landtagsabgeordneten Yanki Pürsün.

Die meisten Antragsteller kamen aus Serbien (576), gefolgt von Bosnien und Herzegowina (379). Auf Rang drei folgten die Philippinen (249).

Die Zahl der Bewerber aus dem asiatischen Land habe sich gegenüber 2018 fast verfünffacht, erläuterte das Regierungspräsidium Darmstadt, das die Zahlen erhoben hatte. Hintergrund sei ein Sonderabkommen.

Die Anerkennungs-Verfahren für Pflegekräfte aus Nicht-EU-Ländern (Drittstaaten) sind dem Ministerium zufolge immer Einzelfall-Prüfungen. "Hier wird die ausländische Ausbildung mit der deutschen Ausbildung auf wesentliche Unterschiede von der zuständigen Landesbehörde geprüft."

Werden wesentliche Unterschiede festgestellt, die auch Berufserfahrung nicht wettmachen kann, gibt es die Möglichkeit von Lehrgängen oder einer Prüfung.

Bis 2035 werden in Hessen doppelt so viele Altenpfleger benötigt

In Hessen gibt es nicht genug Pfleger. "Die Nachfrage wächst seit Jahren schneller, als die Ausbildungs-Kapazitäten steigen», so das Ministerium. Anwerbung und ausländische Fachkräfte sollen helfen, Lücken zu schließen.

Das Land geht davon aus, dass bis zum Jahr 2035 fast 13.000 Altenpfleger benötigt werden. Das bedeute eine Verdoppelung der Vollzeit-Stellen bis dahin.

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